Diese Kfz-Versicherer machen Verlust

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Der heiße Herbst in der Kfz-Versicherung ist in vollem Gange. Doch wenn sich das Laub gelegt hat, blicken nicht wenige Anbieter auf ihr seit Jahren währendes Verlustgeschäft. Das zeigt eine großangelegte Studie. Lohnt sich „Wachstum um jeden Preis“?

17 der 50 größten Kfz-Versicherer müssen aufpassen, dass sie durch ihr Verlustgeschäft nicht ins Schlingern geraten. Lässt sich das durch Cross Selling einfach so ausgleichen?

17 der 50 größten Kfz-Versicherer müssen aufpassen, dass sie durch ihr Verlustgeschäft nicht ins Schlingern geraten. Lässt sich das durch Cross Selling einfach so ausgleichen? Bild: geralt/Pixabay

Spätestens durch aufwendige TV-Werbespots zur besten Sendezeit dürfte es auch der Letzte mitbekommen haben: Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung ist in vollem Gange. Passend dazu hat die V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der YouGov Deutschland GmbH ihren neuen Branchenmonitor Kfz veröffentlicht. Er enthält umfangreiche Daten zum Kfz-Versicherungsmarkt sowie detaillierte Analysen der Anbieter.

Konkret wurden die 50 größten Autoversicherer untersucht. Sie stehen für eine Marktabdeckung von 88 Prozent. Als Datenquellen wurden die Geschäftsberichte der Versicherer und die BaFin-Jahresberichte der Jahre 2015 bis 2017 herangezogen, sowie das aktuelle Statistische Taschenbuch 2018 des GDV.

Die Studienautoren gehen dabei auch auf die Combined Ratio der Anbieter ein, also die Summe aus Schaden- und Betriebsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen im gesamten Kfz-Privatkundengeschäft. Bei einem Wert von 101 Prozent hat der Versicherer also mit jedem verdienten Euro einen Cent Verlust gemacht.

17 Anbieter mit Verlusten

Die Combined Ratio der 50 größten Kfz-Versicherer betrug im Durchschnitt der vergangenen drei Geschäftsjahre 99,26 Prozent. Am deutlichsten darüber liegt die Basler Sachversicherung mit 109,04 Prozent. Ebenfalls Verlust machten (in absteigender Reihenfolge):

  • Allsecur (108,23 Prozent)           
  • Axa easy (107,06 Prozent)         
  • R+V Direkt (106,2 Prozent)       
  • Ergo (105,11 Prozent)         
  • DEVK VVaG (104,89 Prozent)         
  • Cosmos (104,63 Prozent)      
  • Oldenburgische Landesbrandkasse (104,37 Prozent)       
  • Barmenia (104,07 Prozent)        
  • Deutsche Allgemeine (103,59 Prozent)        
  • Nürnberger (103,35 Prozent)          
  • Mannheimer (103,34 Prozent)        
  • Alte Leipziger (103,06 Prozent)        
  • BGV (102,79 Prozent)       
  • Signal Iduna (102,26 Prozent)        
  • Helvetia (101,17 Prozent)        
  • Huk-Coburg VVaG (100,2 Prozent)

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