Das sind die besten Cyber-Versicherungen 2018

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Cyber-Schutz ist in aller Munde – abgeschlossen werden die Policen aber eher selten. Eine Orientierungshilfe für Vermittler könnte das erste Cyber-Rating des Analysehauses Franke und Bornberg liefern. Im Test befanden sich 34 Tarife.

An der Spitze des Cyber-Ratings von Franke und Bornberg stehen 4 Tarife. Die Analysten sehen beim Angebot auf dem deutschen Markt noch viel Luft nach oben.

An der Spitze des Cyber-Ratings von Franke und Bornberg stehen 4 Tarife. Die Analysten sehen beim Angebot auf dem deutschen Markt noch viel Luft nach oben. Bild: alan9187/Pixabay

Das Geschäft mit Cyber-Versicherungen kommt eher schleppend voran. Das liegt einerseits am paradoxen Verhalten vieler Kunden. Andererseits daran, dass laut Experten ein Vergleich der auf dem Markt erhältlichen Deckungen schwierig sei. Das Ergebnis dieser Widrigkeiten ist, dass bislang nur ein geringer Teil der Makler Cyber-Versicherungen an Privat- oder Gewerbekunden vermittelt.

Zumindest das Problem mit der Vergleichbarkeit der Tarife könnte sich jetzt verbessern. Denn die Hannoveraner Ratingagentur Franke und Bornberg hat nun das erste Rating für gewerbliche Cyber-Policen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im deutschen Markt veröffentlicht. Bewertet wurden dabei 34 Tarife und Bausteinlösungen von 28 Anbietern.

Sprachverwirrung bei Cyber-Begriffen

Darin stellt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter der Franke und Bornberg Research GmbH, fest: „Wir beobachten deutliche Unterschiede in Aufbau und Umfang der Cyber-Bedingungen. Vom großen Komplettpaket über Baukastensysteme bis hin zu eng gefassten Kern-Deckungen ist alles vertreten. Was der eine Versicherer über eine Rechtsschutzversicherung löst, die an den Cyber-Hauptvertrag angedockt wird, webt der andere in Cyber-Drittschadendeckung und Krisen-Dienstleistungen ein. Die Konsequenzen für Versicherungsfall, Entschädigung und das Verhältnis zu anderen Versicherungsverträgen können gravierend sein.“

Auch bei den Begrifflichkeiten, die die Versicherer im Zusammenhang mit den in ihren Policen versicherten Gefahren verwenden, herrscht, laut Franke, eine „fast babylonische Sprachverwirrung“. So würden Begriffe wie Hacker-Angriff, Cyber-Angriff, Cyber-Einbruch oder Cyber-Attacke zwar ähnliche Zustände beschreiben. Tatsächlich würden sich diese im Detail aber sehr voneinander unterscheiden. Dies könne zu unabsehbaren Konsequenzen für Vermittler und Kunden führen.

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