Heil: Rente für Beamte kein Tabu mehr

Berater von Florian Burghardt

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwägt die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung. Für seinen Vorschlag erntete er Lob, aber auch kritische Zukunftstheorien.

Erwägt die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Erwägt die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Bild: bmas.de

Geht es nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), so könnten bald die Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einbezogen werden. Das wären rund 1,6 Millionen zusätzliche Beitragszahler für die GRV.

Wie weitere Berufsgruppen in die Rentenversicherung einbezogen werden können, werde eines der Themen des Bundesprojekts "Zukunftsdialog" sein, sagte Heil gestern in Berlin. Nachdem die SPD mit ihrem Vorhaben einer Bürgerversicherung gescheitert war, ist dies der nächste Vorstoß der Sozialdemokraten für eine breitere Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme. Medienberichten zufolge bekräftigte Heil in Berlin sein Vorhaben, den Weg für die Aufnahme der Selbstständigen in die Rente im kommenden Jahr freizumachen.

Lob und Kritik

Heils Ankündigung wurde unter anderem vom Sozialverband VdK begrüßt. Die gesetzliche Rentenversicherung müsse zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. „In eine solche sollen alle Erwerbstätigen einbezahlen, also auch Beamte und Politiker.“

Kritik gab es hingegen von der FDP. Dessen Fraktionsexperte für Finanzen, Johannes Vogel, sagte, dass mehr Beitragszahler keines der Demographie- und Finanzprobleme der Rente lösen würde. Schließlich würden zusätzliche Einzahler in der Gegenwart auch zusätzliche Ausgaben in der Zukunft bedeuten.

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