Generali-Schreiben: Neuer Ärger für Makler?

Berater Top News Meistgeklickt von Florian Burghardt

Die Generali informiert ihre Kunden aktuell wieder über den Betreuungswechsel von ihrer Ausschließlichkeit zur DVAG. Erneut sind auch von Maklern betreute Kunden betroffen – diesmal aber mit einem kleinen Unterschied.

Anders als im April sieht man bei der Generali dieses Mal keinen Fehler in dem Kundenanschreiben.

Anders als im April sieht man bei der Generali dieses Mal keinen Fehler in dem Kundenanschreiben. Bild: Generali

„Nicht schon wieder“, dürften sich aktuell einige Makler denken und sich dabei an den April dieses Jahres erinnert fühlen. Damals verschickte die Generali Schreiben an ihre Kunden, in denen sie auf die Integration ihrer Ausschließlichkeitsvertreter in die DVAG aufmerksam machte. Blöd nur: Bei Kunden, die sowohl Verträge bei einem Generali-Betreuer, als auch bei einem Makler haben wurde der Eindruck erweckt, ihre sämtlichen Generali-Verträge werden auf die DVAG übertragen. Viele unabhängige Vermittler liefen daraufhin Sturm.

Denselben Eindruck könnte man auch jetzt wieder bekommen. Denn seit ein paar Tagen verschickt die Generali ähnliche Schreiben. Wieder mit demselben Thema und wieder an Kunden, die gleichzeitig Verträge in Vertreter- und in Maklerbetreuung, also keine Maklervollmacht erteilt haben.

Dies hat erneute Aufregung unter Maklern zur Folge. Viele betroffene wollen ihre Kunden darüber aufklären, dass sie weiterhin für ihren Teil der Verträge Ansprechpartner bleiben. Für die freien Vermittler bedeutet das unerwarteten Aufwand. Zudem wissen gar nicht alle betroffenen davon. So geht beispielsweise der Maklerpool Fonds Finanz aktuell auf alle seine angeschlossenen Vermittler zu, die Generali-Bestände haben und informiert sie über das Vorgehen des Versicherers.

Generali sieht diesmal keinen Fehler

Wie dieser auf procontra-Nachfrage erklärt, handle es sich diesmal in keiner Weise um einen Fehler. Im April hatte ein technisches Malheur für die Verwirrung gesorgt, für den sich die Generali entschuldigte. Die aktuellen Schreiben würden jedoch nur die Vertragsnummern enthalten, die sich in der Ausschließlichkeitsbetreuung der Generali beziehungsweise zukünftig in der Betreuung durch die DVAG befinden. Dadurch sei klar abgrenzbar, für welche Policen sich die Betreuung ändere und für welche nicht. Das erklärte ein Generali-Sprecher gestern gegenüber procontra.

Der Grund für die erneuten Briefe an die Kunden sei, dass die Eingliederung der rund 2.800 Generali-Vertreter in die DVAG kurz vor dem Abschluss stehe. Auch der Allfinanzvertrieb erklärte auf procontra-Nachfrage, dass sich der Integrationsprozess aktuell in der finalen Umsetzungsphase befinde. Über eine eventuell bevorstehende Umverteilung der Generali-Verträge innerhalb der DVAG-Betreuung könne man deshalb momentan leider keine Aussage treffen.

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