Wie sich der Handelsstreit auf die Containerbranche auswirkt

Sachwerte Top News von Michael Fiedler

Der Hafen Hamburg verliert im europäischen Wettbewerb Ladung. Hinzu kommt die Handelskrise mit Strafzöllen und Sanktionen. Wie wirkt sich diese Gemengelage auf die Containerbranche aus?

Container Fracht Hamburg Umschlag Solvium

Hamburgs Hafen gerät ins Hintertreffen. Gilt das auch für die Containerbranche? pixabay / GREGOR

Der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg warnte kürzlich davor, dass Hamburg im europäischen Wettbewerb Ladung verliert. Hellhörig macht das auch mit Blick auf die Containerbranche. Doch Marc Schumann, Geschäftsführer von Solvium Capital, beruhigt auf procontra-Anfrage: „Die Umschläge im Hafen Hamburg sind kein Indikator für den Außenhandel von Deutschland oder die weltweite Lage auf dem Containermarkt. Hamburg verliert aus mehreren Gründen Umschlag an die Häfen Antwerpen und Rotterdam.“

Container: Nachfrage bleibt stabil

Die weltweiten Handelskrisen haben bisher nicht zu einem Einbruch des Containermarktes geführt. Schumann erwartet für dieses Jahr sogar ein Wachstum von rund vier Prozent. „Allerdings könnten anhaltende Handelsstreitigkeiten zukünftig das Wachstum leicht reduzieren“, so Schumann. Abhängig sei das vom weiteren Verlauf der Verhandlungen.

„Im Containervermietmarkt verzeichnen wir weiterhin sehr hohe Auslastungsraten und der Vermietmarkt wächst auch dieses Jahr stärker als der Gesamtmarkt, da die Containerreedereien circa 60 Prozent der Container anmieten anstatt diese selbst zu kaufen“, so Schumann gegenüber procontra.

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