Schaden/Unfall: Was im Gewerbegeschäft am besten läuft

Berater Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Zwei neue Studien beleuchten das gewerbliche Sach- und Haftpflichtgeschäft. Die Sparte ist nicht ganz einfach, erobert aber immer mehr Geschäftsanteile bei unabhängigen Vermittlern. Wie zufrieden die Makler mit einzelnen Anbietern sind.

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Wo verbergen sich im Gewerbe-Bereich die Leckerbissen für Vermittler? shameersrk / pixabay

Laut der Studie „Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2018“ nimmt die Bedeutung der Sparte in Deutschland überproportional zu. Eine „sehr große Relevanz" und „große Relevanz“ dieser Sparten sehen heute 59,8 Prozent der freien Vermittler. Vor fünf Jahren waren es 51,5 Prozent; in fünf Jahren erwarten die Befragten einen Wert von 73,6 Prozent. Die Studie stammt von der der BBG Betriebsberatungs GmbH, an der sich 258 Makler und Mehrfachagenten beteiligt haben.

Veränderte Courtagen im Lebengeschäft treiben nach Meinung von knapp einem Drittel der befragten unabhängigen Vermittler die Bedeutung des Kompositgeschäfts nach oben. Das gilt auch für den Gewerbebereich, wo ein starker Wettbewerb unter den Anbietern herrscht. Ihren aktuellen Geschäftsumsatz bestreiten die befragten freien Vermittler zu 27,8 Prozent mit dem gewerblich-industriellen Schaden- und Unfallgeschäft sowie zu ebenfalls 27,8 Prozent mit dem privaten Schaden- und Unfallgeschäft.

Damit unterscheiden sich die Daten leicht von der BBG-Studie zum privaten Sach- und Unfallgeschäft, an der aber auch mehr Vermittler teilgenommen hatten (procontra berichtete). Andere wichtige Umsatzbereiche sind private Vorsorge / Biometrie (19 Prozent), Betriebsrente (7,1 Prozent), Finanzen und Kranken (je 6,6 Prozent). Ungefähr diese Werte erwarten die Befragten auch in fünf Jahren.

Tarifpolitik und Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden

Die Makler und Mehrfachvertreter äußerten sich auch dazu, wie zufrieden sie mit den einzelnen Unternehmen sind. Den meisten Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit im Gewerbegeschäft haben Tarifpolitik, Preis-Leistungs-Verhältnis und Image, Verlässlichkeit bzw. Fairness der Versicherer. Erst danach folgen Schadenmanagement und Schadenregulierung, die den Maklern in der Vorjahresbefragung noch am wichtigsten gewesen waren. Auch die zentrale Vertriebsunterstützung und die Abwicklung im Neugeschäft rücken etwas aus dem Blickfeld.

Am zufriedensten sind die Befragten im Bereich Betriebs/Berufshaftpflicht mit „Die Haftpflichtkasse“, Rhion und Helvetia. Bei den gewerblichen Sachversicherungen sind die Makler mit Allianz, Rhion, Concordia, Helvetia und R+V am zufriedensten. Rhion (bei Betriebs-/Berufshaftpflicht auch Württembergische) würden die meisten befragten Makler daher auch an befreundete Kollegen weiterempfehlen.

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