Jeder dritte Versicherer Opfer von Datenbetrug

Versicherungen von Michael Fiedler

Daten sind das Herzstück von Versicherungen. Doch die Assekuranzen versäumen es, ihre Daten zu überprüfen und riskieren damit schwerwiegende Fehler, warnt die Studie Insurance Technology Vision 2018“ des Beratungsunternehmens Accenture.

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Vernachlässigen Versicherer das Testen ihrer Daten? (Symbolbild) pixabay / OpenClipart-Vectors

Strategische Entscheidungen werden auch in der Versicherungswirtschaft immer häufiger datenbasiert getroffen. Laut aktueller Accenture-Studie gaben 80 Prozent der Befragten an, Daten als Grundlage für zentrale Entscheidungen zu nutzen.
Doch wie ist es um die Qualität der Datensätze bestellt? Ein Großteil der Versicherer wird darüber nichts sagen können. Denn nur 26 Prozent der befragten Assekuranz-Führungskräfte gaben an, dass ihre Daten zumindest teilweise überprüft werden. Weitere 19 Prozent versuchen zwar die Daten zu überprüfen, sind allerdings nicht von deren Qualität überzeugt.

Cybercrime: Versicherer als Opfer

Neben der (teilweise) fehlenden Überprüfung erweist sich auch Cyberkriminalität als ernstes Problem für die Versicherer. Jeder dritte Befragte gab in der Studie an, bereits Ziel von Bot-Betrug, Sensordaten- und Standortdatenfälschungen geworden zu sein. Ein weiteres Drittel der Befragten glaubt, mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal ein Angriffsziel gewesen zu sein, konnte dies aber nicht nachweisen. „Wenn manipulierte oder fehlerhafte Daten als Entscheidungsgrundlage genutzt werden, steigt das Risiko von weitreichenden Fehlentscheidungen,“ warnt Claus Jeschek, Technologie-Experte im Bereich Versicherungen bei Accenture.

Er rät Versicherern, „Data Intelligence“-Bereiche aufzubauen, wo gezielt Expertise aus den Bereichen Data Science und Cyber-Sicherheit gebündelt wird.

Vollständige Studie (englisch)

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