KI in der Versicherung: Darum ist der Makler nicht ersetzbar

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Künstliche Intelligenz (KI) in der Versicherungswirtschaft – Schreckensszenario für Vermittler oder Werkzeug, um sich gegen RoboAdvisor zu behaupten? Antworten gab Markus Heussen, BiPro-Mitgründer, auf profino. Im Video-Interview mit Prof. Fred Wagner: Christopher Blaschke (Kendaxa) über konkrete KI-Anwendungen in der Versicherungswirtschaft.

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Christopher Blaschke (Kendaxa) im Video-Interview mit Prof. Dr. Fred Wagner über Funktion und Einsatz von KI in der Versicherungswirtschaft. Bild: Screenshot Insurance TV

Die Arbeit von Versicherungsvermittlern ist ohne Vergleichsportale kaum noch möglich. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Makler sollten sich nicht blind auf Vergleichsanbieter verlassen, legte eine Studie nahe. Die Arbeit solcher Vergleichsanbieter war auch Ausgangspunkt für Markus Heussen, Mitgründer der BiPro, einen anderen Ansatz zu wählen. So, wie Vergleichsportale derzeit arbeiten, befördern sie bei Versicherern u.a. die Tatsache, dass Produkte nur für den Vergleicher entwickelt werden, sagte Heussen auf profino.

„Der Makler ist nicht ersetzbar“

Heussen hat eine selbstlernende Suchmaschine für Versicherungstarife (Snoopr) entwickelt. Die soll dank  semantischer Suche ein besseres Zusammentreffen von Content und Nutzer erlauben. Snoopr verfügt über ein eigenes Sprachinterface und empfiehlt dem Nutzer auch Makler und tritt dabei als Tippgeber auf. Das Ranking in der Vermittlersuche hängt dabei u.a. von der Aktivität des Makler ab. Und den braucht es auch in Zukunft. Denn, so Heussen im profino-Chat: „Der Makler ist nicht ersetzbar. Eine KI kann immer nur seine Sache gut, sie als Makler sind aber im Sinne der KI ein Multitalent, das kann eine KI nicht.“

LV-Start im September

Im September sollen die ersten Lebensversicherer bei Snoopr starten. Wie die Plattform vorgeht, um Fragen zu stellen und Antworten auswerten, bis die Prämie und Leistungen feststehen und der Antrag definitiv angenommen wird, erklärt Heussen im Webinar auf profino.

Video: 100 Mio. Euro Mehrfachabrechnung von Kfz-Schäden

Wie KI funktioniert und welche Anwendungsgebiete es in der Versicherungswirtschaft gibt, war auch Thema der Interview-Serie #fredwagner. Der Professor für Versicherungswirtschaftslehre an der Universität Leipzig lud diesmal Christopher Blaschke zum Video-Interview. Der Managing Director und Founder der Kendaxa Group arbeitet u.a. an einem Projekt, das sich der Schadenerkennung im Kfz-Bereich widmet. Hier könne KI zum Einsatz kommen, weil sie lernt, für sie neue und unbekannte Schäden zu erkennen. Das ist mehr als nur technische Spielerei. Schätzungen zufolge kosten Mehrfachabrechnungen von Schäden im Miet- und Leasingbereich Versicherer 100 Mio. Euro.

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