Investmentstrategie: So wirkt der Handelskrieg zwischen USA und China

Investmentfonds von Krishan Selva

Wie wirkt sich der Handelskrieg zwischen den USA und China auf Geldanlagestrategien aus? Krishan Selva, Client Portfolio Manager, Emerging Markets Equities bei Columbia Threadneedle Investments im Gastkommentar dazu.

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Kommentiert den beginnenden Handelskrieg zwischen USA und China: Krishan Selva Bild: Columbia Threadneedle

Die 25 Prozent-Zölle auf Einfuhren aus China könnten das BIP-Wachstum Chinas um 0,1 Prozent senken, was eher unbedeutend ist. Die jüngste Rhetorik über weitere 200 Milliarden Dollar oder sogar die heutigen Kommentare von Trump folgend, den Einsatz zu erhöhen, um alle 500 Milliarden Dollar an aus China importierten Waren abzudecken, sind für die globalen Märkte besorgniserregender. Zudem führt die zunehmende Unsicherheit zu Verzögerungen und Veränderungen bei Geschäfts- und Investitionsentscheidungen.

Das Endspiel ist schwer vorherzusagen, und Vergeltungsmaßnahmen von allen beteiligten Seiten werden letztendlich dazu führen, dass inländische Verbraucher und Unternehmen die Kosten für diese Zölle bezahlen müssen. Alle Vergeltungsmaßnahmen dürften der US-Produktion und der Beschäftigung sowie dem Marktvertrauen schaden. Ein Handelskrieg ist eindeutig ein Risiko für die Risikoprämie, und letztlich wird es keine wirklichen Gewinner geben.

Handelskrieg: Es wird keine Gewinner geben

Im Falle eines sich beschleunigenden Handelskrieges erwarten wir in Peking eine Anpassung der Innenpolitik, um die Abwärtsrisiken abzumildern. Tatsächlich hat die chinesische Zentralbank gerade eine weitere Senkung des Reserve Requirement Ratio (RRR) um 50 Basispunkte angekündigt, die mehr als 100 Mrd. US$ Liquidität für die Realwirtschaft freisetzen wird. Es gibt auch verschiedene politische Optionen, die von Peking eingesetzt werden könnten, zum Beispiel: weitere Kürzungen der RRR, eine direktere Finanzierung durch die chinesische Zentralbank, eine Beschleunigung der Steuerausgaben, eine Lockerung der Finanzierungsbeschränkungen für die lokalen Regierungen und eine Verlangsamung des Tempos der Umsetzung eines strengen Deleveraging. Die chinesische Regierung hat noch viele Werkzeuge in ihrem Werkzeugkasten, um unvorhergesehene äußere Einflüsse zu überstehen.

Bei unseren Portfolios versuchen wir, nicht auf Schlagzeilen der Politik zu reagieren, doch in diesem Umfeld bietet der kurzfristige Marktpessimismus Chancen - dies ist besonders vorteilhaft für unsere konträre Strategie in Asien -, wo wir in qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen zu vernünftigen Preisen investieren können.

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