Die besten Schwellenländer-Aktienfonds

Investmentfonds Print Vorschau von Patrick Sigel

In mehreren Emerging Markets finden im laufenden Jahr Wahlen statt. Makler sollten die Folgen für Schwellenländer-Portfolios im Auge behalten und wissen, welche Schwellenländer-Aktienfonds solide Wertentwicklungen aufweisen.

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Im Machtkampf mit der türkischen Notenbank: Recep Tayyip Erdo?an Bild: geralt / pixabay

Mexiko hat gewählt. Der Sieger der Präsidentschaftswahlen am 1. Juli heißt Andrés Manuel López Obrador und ist besser bekannt unter seinem Spitznamen AMLO. Der linke Politiker konnte die Wahl nach seinem Anti-Korruptions-Wahlkampf klar für sich entscheiden. Doch AMLOs Pläne, die Strukturreform seines konservativen Vorgängers zu stoppen, beunruhigen Investoren. Sie befürchten eine Abkehr von der bisherigen liberalen Wirtschaftspolitik und sorgen sich darüber, dass der neue Präsident höhere Staatsausgaben durchsetzen und damit die Kreditwürdigkeit Mexikos verschlechtern könnte. An der Börse rief das Wahlergebnis Unruhe hervor. Der mexikanische Leitindex IPC sackte nach der Wahl kurzzeitig ab.

In vielen Schwellenländern wird im laufenden Jahr gewählt. In der Türkei fanden im Juni Präsidentschaftswahlen statt, in Brasilien ist es im Oktober soweit. Thailand, Lettland, Nigeria, Kamerun, Kongo – rund um den Globus geht die Bevölkerung in den Schwellenländern im Jahr 2018 an die Wahlurnen. Makler sollten darauf schauen, welche Folgen die Wahlen für Emerging-Markets-Portfolios haben. Denn durch einen neuen Staatschef kann sich für Anleger einiges ändern.

In Mexiko haben sich die Aktienkurse inzwischen wieder erholt. „Wirtschaftspolitisch dürfte sich in den kommenden zwei Jahren nichts Grundlegendes ändern“, sagt Irina Topa-Serry, Portfoliomanagerin bei Axa Investment Managers. In seinen vorherigen Ämtern sei AMLO nicht für wirtschaftspolitisch extreme Positionen bekannt gewesen. Robert Simpson, Portfoliomanager bei der BNY-Mellon-Tochter Insight Investment, findet die Nervosität der Anleger dennoch verständlich: „Wir werden erst nach einiger Zeit genau wissen, wie Mexiko als Investitionsziel in Zukunft aussehen wird“, sagt er. Man müsse abwarten, ob AMLO seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf tatsächlich umsetzt.

Erdogan gegen Lira-Verfall und Inflation

Anderswo sind die Aussichten düsterer. Etwa in der Türkei, wo Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Amt bestätigt wurde. Anleger reagierten zwar zunächst mit Erleichterung. Die Unsicherheit über den Wahlausgang war ihnen ein Dorn im Auge gewesen. Auf lange Sicht stehen Erdogan und sein Kabinett allerdings vor einer gewaltigen Aufgabe: Sie müssen die Türkei vor dem wirtschaftlichen Kollaps bewahren. Die Türkei leidet unter massiven strukturellen Problemen. Die türkische Lira ist im Sinkflug, die Inflation lag zuletzt bei mehr als 15 Prozent. Auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit sowie der Schuldenberg der heimischen Unternehmen sind Probleme, für die Erdogan Lösungen finden muss. Während sich der Präsident um Aufbruchsstimmung bemüht, sind internationale Beobachter skeptisch. Als erklärter Gegner hoher Zinsen will Erdogan die türkische Notenbank daran hindern, mit höheren Leitzinsen gegen die Teuerung und den Lira-Verfall vorzugehen. Seit Einführung des Präsidialsystems im laufenden Jahr hat er mehr Macht als je zuvor, nun will er auch die Notenbank stärker an die Kandare nehmen. Beobachter sehen solche Bestrebungen kritisch. Nach seinem kurzen Hoch hat der türkische Leitindex ISE 100 denn mittlerweile auch wieder nachgegeben.

Die besten Schwellenländer-Aktienfonds

Solide Wertentwicklung
NameISINPerf.1
Jahr in %
Perf.3
Jahre p.a.
in %
Gebühr
p.a. in %
Agio in %Auflagedatum
Vontobel mtx Sustainable Emerging Markets LeadersLU0571085330

9.679.071.655.002011
Hermes Global Emerging MarketsIE00B3NFBQ595.538.321.505.252011
BMO Responsible Global Emerging Markets EquityLU01533596328.257.971.505.001994
JPM Emerging Markets EquityLU02175767596.367.801.505.002005
T. Rowe Price Emerging Markets EquityLU01330846239.717.791.905.002004

Quelle: Morningstar; Stand: 11.7.2018

Der vollständige Artikel mit pro und contra-Liste erscheint in der kommenden procontra-Ausgabe.

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