So ist die PKV auch im Alter finanzierbar

Private Kranken Themenseite Meistgeklickt von Beatrix Altmann

Die private Krankenversicherung kann sich im Alter kaum noch jemand leisten, wird häufig kritisiert. Doch stimmt das überhaupt? Und was können Beitragszahler tun, damit sie im Ruhestand keine böse Überraschung erleben?

PKV im Alter

So ist die PKV auch im Alter finanzierbar. Quelle: StockSnap

Eines der häufigsten Vorurteile gegen die private Krankenversicherung ist die Höhe der Beiträge im Alter. Viele befürchten, dass die Beiträge so massiv steigen, dass ein Rentner sie nicht mehr zahlen kann. Tatsächlich kann die private Krankenversicherung im Ruhestand teurer sein als die gesetzliche Versicherung – denn in jungen Jahren zahlen Versicherte in der PKV weniger ein als in der GKV.

Um das zu vermeiden, raten viele Experten das in jungen Jahren angesparte Geld nicht einfach auszugeben. Es sollte stattdessen für den Ruhestand zurückgelegt werden, um damit den späteren Beitragsanstieg zu dämpfen. Doch viele Beitragszahler wollen – oder können diese Rücklagen nicht bilden. Um eine stabile Beitragsentwicklung auch weiterhin zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber bereits vor acht Jahren die Regelungen zur Beitragsentlastung eingeführt. Diese Maßnahme soll Versicherte vor explodierenden Kosten im Alter schützen: Jeden Monat ist ein Zuschlag von zehn Prozent für die Beitragsentlastung zu entrichten. Mit Renteneintritt fällt in der Regel auch der Beitrag für das Krankengeld weg. Dadurch soll ein ausreichender Puffer aufgebaut werden. Gezahlt wird dieser Beitrag in aller Regel bis zum 60. Lebensjahr, damit ab dem 65. Lebensjahr notwendige Beitragsanpassungen abgemildert werden können. Darüber bieten viele Versicherer weitere Optionen an, um die Beiträge auch im Alter konstant halten zu können.

Das bedeutet natürlich, dass diese Absicherung über die aktuellen Beitragszahlungen finanziert werden muss.

So ist die PKV auch im Alter finanzierbar

• immer vor Augen haben, dass die Beiträge zur privaten Krankenversicherung auch im Alter weiterhin zu leisten sind

• rechtzeitig beginnen Rücklagen zu bilden, um die PKV auszufinanzieren. Das heißt: Bereits beim Abschluss muss die Rentenphase im Alter berücksichtigt werden. Dabei kommt es auf den Tarif an, mögliche Wechseloptionen sowie das Krankenversicherungsunternehmen (PKV-Kennzahlen) an.

• Beitragsersparnis zur GKV und mögliche Rückzahlungen regelmäßig in die Altersvorsorge investieren

• Es ist auch möglich, in den Basis- oder Standardtarif zu wechseln. Beide Tarife bieten einen ähnlichen Leistungsumfang wie die gesetzliche Krankenversicherung

• Wichtig ist die Wahl des Vermittlers, der auch bei Beginn des Versicherungszeitraums den Ruhestand bereits im Blick haben sollte

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