Sach-InsurTech Coya sammelt 25 Millionen Euro ein

Versicherungen von Florian Burghardt

Ein stolzes Sümmchen hat Coya nun auf dem Konto. Mit dem Geld will man der führende digitale Sachversicherer Europas werden. Eine BaFin-Lizenz hat das InsurTech noch nicht, dafür aber kritische Worte für den Vertriebsweg Makler.

Der Coya-Vorstand (v.l.n.r.): Sebastián Villarroel, Dr. Peter Hagen, Andrew Shaw, Laura Kauther und Thomas Münkel.

Der Coya-Vorstand (v.l.n.r.): Sebastián Villarroel, Dr. Peter Hagen, Andrew Shaw, Laura Kauther und Thomas Münkel. Bild: Coya - Christian Manthey

Das Berliner InsurTech-Unternehmen Coya AG hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 29,6 Millionen US-Dollar (25,1 Millionen Euro) von Investoren akquiriert. Damit sieht sich das Start-up finanziell gut gerüstet für die Aufnahme des Geschäftsbetriebs als digitaler Versicherer. Die dafür notwendige BaFin-Lizenz hat Coya noch nicht. Am geplanten Markteintritt diesen Sommer wollen die Berliner aber weiterhin festhalten.

Das InsurTech verfolgt das Ziel, der führende digitale Sachversicherer Europas zu werden. Deshalb will man sich produktseitig vorerst auch ausschließlich auf diese Sparte konzentrieren. Zielgruppe sollen junge, digital-affine Menschen sein. Die Menschen möchten heute keine Zeit damit verbringen, sich über ihre Versicherung Gedanken zu machen oder immense Papierberge zu bewältigen. Unser Ziel ist es daher, ein zukunftssicheres Angebot zu schaffen, das fairer, schneller und digitaler ist als bisher“, wird der gesamte Coya-Vorstand zitiert.

Vertriebsweg Makler ist veraltet und teuer

Dieser besteht aus den Gründern Andrew Shaw, Thomas Münkel, Dr. Peter Hagen und Sebastián Villarroel. Vorstandmitglied ist seit dem 01. Mai 2018 außerdem Laura Kauther als Chief Insurance Officer. Die zertifizierte Aktuarin war zuletzt Head of Business Transformation bei der Zurich Gruppe Deutschland.

Zu den Geldgebern, die Coya mit den Millionen versorgen, zählen mehrere bekannte Internet-Investoren, darunter auch der Facebook-Milliardär Peter Thiel. Beim Vertrieb will das InsurTech ganz auf den direkten Online-Abschluss mit dem Endkunden setzen. Den Vertrieb über Makler sieht man bei Coya hingegen als veraltet und teuer an.

Mit dieser Finanzierungsrunde stößt Coya in die Spitzengruppe der deutschen InsurTechs vor. Zuvor hatte der Online-Makler Clark 29 Millionen US-Dollar eingesammelt, Simplesurance hat es in seiner dritten Finanzierungsrunde auf 24 Millionen US-Dollar gebracht.

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