Krankenzusatzversicherung: Mach' die GKV zur PKV!

Private Kranken Themenseite von Alexander Meurer

Seit 1989 hat der Gesetzgeber zahlreiche Leistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gestrichen. Um sich Zusatzleistungen zu sichern, ist eine private Krankenzusatzversicherung ideale Ergänzung zur GKV. Diese muss nicht teuer sein und bietet viele wertvolle Leistungen.

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Sei schlau: Mach aus der GKV PKV - mit Zusatzversicherungen. pixabay / Didgeman

Das Geschäft mit den privaten Krankenzusatzversicherungen ist im Kommen: Von 2006 bis 2016 wuchs die Anzahl der versicherten Personen um gut ein Drittel auf insgesamt rund 25 Millionen an. Letztere generierten im Jahr 2016 Beitragseinnahmen von 37,26 Milliarden Euro auf der Seite der PKV-Anbieter. Der Boom ist nicht ohne Grund: Die Mehrheit der Deutschen ist gesetzlich versichert, doch viele wünschen sich zusätzliche Leistungen, die die GKV nach individuellen Bedürfnissen ergänzen. Zu den wichtigsten Bausteinen zählen unter anderem Zahnzusatzversicherungen, stationäre und ambulante Zusatzversicherungen sowie Zusatzversicherungen für Heilpraktikerbehandlungen und Pflege.

Zahnzusatzversicherung

Gesetzlich Versicherte müssen zwischen 35 und 50 Prozent der Kosten bei Zahnersatz selbst tragen. Mit einer privaten Zusatzversicherung kann hier der Eigenanteil gesenkt werden. Nach Vorleistung durch die GKV erstattet die private Versicherung je nach tariflich festgelegten Bedingungen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Erstattung eines pauschalen Prozentsatzes oder um eine Aufstockung des vorgeleisteten Beitrags handeln.

Stationäre und ambulante Zusatzversicherungen

GKV-Patienten werden in der Regel in Mehrbettzimmern untergebracht und vom diensthabenden Arzt behandelt. Deswegen gehören Wahlleistungen im Krankenhaus zu den beliebtesten Bausteinen der privaten Zusatzversicherungen. Vorteile können zum Beispiel eine freie Krankenhauswahl, die Unterbringung im Einbettzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt sein.
Ambulante Ergänzungstarife können Kosten für Leistungen wie Sehhilfen, Hörgeräte oder orthopädische Einlagen absichern. Anstelle der Sachleistungen können sich GKV-Versicherte auch für die Kostenerstattung entscheiden, die durch einen privaten Kostenerstattungstarif ergänzt werden kann. In diesem Fall werden die Versicherten vom behandelnden Arzt wie ein Privatpatient behandelt: Der Arzt stellt also eine Rechnung aus, die der Patient zunächst begleicht und dann bei der gesetzlichen Krankenkasse einreicht. Diese übernimmt den gesetzlich festgelegten Teil der Behandlung, die private Versicherung überweist den tariflich vereinbarten Rest- bzw. Teilbetrag.

Weitere Zusatzleistungen

Da die privaten Krankenversicherer unterschiedliche Bausteine anbieten, können Zusatzversicherungen nach den individuellen Bedürfnissen der Kunden zusammengestellt werden. Weitere Leistungen können zum Beispiel Zusatzversicherungen für alternative Behandlungsmethoden, Krankentagegeld oder Kuraufenthalte umfassen.
Wer an die GKV gebunden ist, sich aber dennoch einen umfangreicheren Versicherungsschutz wünscht, sollte insofern den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung in Betracht ziehen.

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