Geldanlage: Bankkonto frisst jeden vierten Euro

Berater von Florian Burghardt

Die Deutschen sorgen sich um ihre finanzielle Zukunft. Wohl fühlt sich nur eine Berufsgruppe, wie eine Umfrage belegt. Sie zeigt auch, wo Aktien und Gold als Geldanlage beliebt sind und welche Fehler die privaten Investoren begehen würden.

Die Studienautoren rechnen vor: Innerhalb von 10 Jahren verlieren Privatanleger mehr als ein Viertel ihres Geldes, wenn es auf einem Bankkonto mit täglicher Verfügbarkeit liegt.

Die Studienautoren rechnen vor: Innerhalb von 10 Jahren verlieren Privatanleger mehr als ein Viertel ihres Geldes, wenn es auf einem Bankkonto mit täglicher Verfügbarkeit liegt. Bild: quicksandala/Pixabay

In Deutschland sind immer mehr Menschen im Alter auf Grundsicherung angewiesen. Solche und andere Vorboten zunehmender Altersarmut scheinen auch mehr und mehr in den Köpfen der noch Berufstätigen anzukommen. Über 70 Prozent der Menschen zwischen 18 und 59 Jahren sorgen sich mit Blick auf die Zukunft um ihre finanzielle Absicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung von 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern, durchgeführt vom Kölner Flossbach von Storch Research Institute und der GfK.

Die größten Ängste in finanzieller Hinsicht haben Arbeiter und Angestellte mit rund 80 Prozent. Selbst Berufslose machen sich mit knapp über 60 Prozent weniger Sorgen. Besonders unbeschwert leben laut der Umfrage die Beamten mit knapp unter 30 Prozent.

Beamte lieben Gold

Ob die Beamten ihre finanzielle Gelassenheit – neben der späteren Pension – auch aus ihren Goldreserven schöpfen, ist nicht gewiss. Jedoch würden über 40 Prozent von ihnen in Gold investieren, wenn sie 10.000 Euro für 10 Jahre fest anlegen müssten. Ebenso verhält es sich bei Selbstständigen. Von allen Befragten würden 33 Prozent in Gold investieren.

Immerhin 29 Prozent würden sich für das „Parken“ des Geldes auf dem Bankkonto entscheiden – und damit in 10 Jahren einen inflationsbedingten Verlust von 2.800 Euro einfahren, rechnen die Studienautoren vor. Denn mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,5 Prozent auf täglich fällige Einlagen und einer annualisierten Inflationsrate von 3,3 Prozent (bezogen auf den Anstieg der Vermögenspreise in den letzten 10 Jahren) frisst das Bankkonto mehr als jeden vierten Euro, der auf ihm liegt, selbst auf. Andere Studien sind bereits zu ähnlichen Ergebnissen gekommen

Zwischen Risiko und Misstrauen

Auf die Frage nach der festen 10-Jahres-Geldanlage würden sich Menschen mit Abitur tendenziell eher für die Geldanlage in Aktien entscheiden. Auch generell wird wieder etwas mehr in Aktien und Fonds investiert. Allerdings ist diese Anlageform mit 15 Prozent nur etwa halb so beliebt wie das Bankkonto. Das kommt offenbar daher, dass mit dem Begriff „Aktie“ jeweils 42 Prozent aller Befragten „Spekulation“ und „Risiko“ assoziieren. Nur 9 Prozent der Deutschen denken dabei an „Gewinn“, zwei Prozent an „Altersvorsorge“ und nur ein Prozent an „Reichtum“ (4 Prozent unentschieden).

Trotz der Abneigung gegenüber Fonds und Aktien steht etwa jeder dritte Befragte zwischen 18 und 59 Jahren der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) misstrauisch gegenüber. Mit dem Eintritt ins Rentenalter fällt dieses Misstrauen jedoch schlagartig ab auf rund 15 Prozent. Gerade in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen bietet die GRV eine echte Alternative. Und das nicht nur wegen aktueller Steigerungen um mehr als 3 Prozent.

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