Neue Hoffnung für A380-Anleger?

Sachwerte von Martin Thaler

Der A380 hat es schwer: Zahlreiche Leasing-Verträge wurden zuletzt nicht verlängert. Nun konnte der Fondsinitiator Doric ein Flugzeug weitervermieten.

Einen A380 konnte Doric jetzt an eine portugiesische Airline vermieten.

Einen A380 konnte Doric jetzt an eine portugiesische Airline vermieten. Foto: b1-foto - Pixabay.de

War es ein gutes Investment oder nicht? Insgesamt 1,6 Milliarden Euro investierten deutsche Anleger laut einer Studie der Berliner Ratingagentur Scope mit geschlossenen Fonds in das Flugzeug A380, unter anderem bei Dr. Peters und Doric Asset Finance.  

Für all diese Anleger war es eine besorgniserregende Nachricht, als Singapore Airlines bekannt gab, fünf auslaufende Leasing-Verträge für den A380 nicht zu verlängern und das Flugzeug an die jeweiligen Fondsgesellschaften zurückgeben zu wollen. Für die Anleger bedeutete das: ausbleibende Leasingraten, die in der Frage mündeten: War die Investition in den Riesenflieger wirklich eine gute Idee? Denn diese Frage hängt nun davon ab, ob die Flugzeuge verkauft oder erneut vermietet werden können – und wenn ja, zu welchen Konditionen.  

Was die gebrauchten Maschinen heute noch wert sind – auf diese Frage könnte es bald eine Antwort geben. Wie die „Welt“ berichtet, hat Fondsinitiator Doric einen A380 („Flugzeugfonds 3“) an die portugiesische Fluggesellschaft HiFly vermieten können. Laut der Zeitung handelt es sich bei HiFly um eine Airline, die meist im Auftrag von anderen Airlines fliegt. Wie viel die Airline nun für den Airbus bezahlt, ist allerdings noch ebenso wenig bekannt wie die Laufzeit des neuen Leasing-Kontrakts.  

Auch mit der Dortmunder Dr. Peters-Group habe HiFly in Verhandlungen gestanden – diese führten allerdings zu keinem Ergebnis. „Wir wollen bei einer Neuverwertung auch eine positive Rendite erzielen“, sagte Anselm Gehling, Vorstandschef der Dr. Peters Group der „Welt“. Zwei bereits zurückgegebene Maschinen haben die Dortmunder auf einem Flugplatz in Frankreich „geparkt“, zwei weitere Maschinen werden im Mai bzw. Juli zurückerwartet.  

Der „Flugzeugfonds 3“ war im Jahr 2008 aufgelegt worden und hat ein Investitionsvolumen in Höhe von 223 Millionen Euro, von Anlegern kamen rund 98 Millionen Euro.

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