LV: Die Gewinner und Verlierer im Neugeschäft 2017

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Der Run-off mag Konjunktur haben, dennoch bleibt das Zeichnen von Neugeschäft für die Lebensversicherer unerlässlich. Bei wem es Zu- und Abgänge gab, zeigt eine Umfrage. Ein großer Anbieter wollte lieber nicht teilnehmen.

Zugegeben: Bei der Neugeschäftsentwicklung der Lebensversicherer ist nicht das Würfelglück entscheidend. Doch auch hier gab es im Jahr 2017 Gewinner und Verlierer.

Zugegeben: Bei der Neugeschäftsentwicklung der Lebensversicherer ist nicht das Würfelglück entscheidend. Doch auch hier gab es im Jahr 2017 Gewinner und Verlierer. Bild: Nietjuh/Pixabay

Die Lebensversicherungsbranche befindet sich im Umbruch. Das zeigt sich unter anderem an den zunehmend kapitalmarktorientierten Produkten der Versicherer und an den immer neuen Meldungen über Run-offs und Bestandsverkaufspläne. Zusätzlich bleibt die Unklarheit darüber, was der mögliche Einstieg von Tech-Giganten wie Amazon in die Versicherungsbranche bedeuten könnte.

Wer trotz dieser unruhigen Zeiten sein Neugeschäft konstant halten oder sogar steigern kann, macht offenbar nicht alles verkehrt. Eine Übersicht dazu liefert die Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) in ihrer Ausgabe 07/2018. Darin hat das Blatt alle 77 Lebensversicherer um ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 gebeten. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese zum Teil vorläufig sind.

Von den großen Anbietern sind fast alle vertreten. Lediglich die Ergo habe sich erstmals nicht an der ZfV-Umfrage beteiligt, weil die großen Umstrukturierungen mit der Stilllegung der alten Ergo Leben eine Ausnahmesituation darstellten, heißt es im ZfV-Bericht mit Verweis auf eine entsprechende Stellungnahme des Versicherers.

Rückgänge bei vielen großen Anbietern

Mit dem Betrieb der Lebensversicherung im engeren Sinn – also ohne Pensionskassen und -fonds – konnten 11 Versicherer (in alphabetischer Reihenfolge) im Jahr 2017 jeweils über 500 Millionen Euro Beitragseinnahmen durch Neugeschäft verzeichnen. Dies bedeutete aber keineswegs automatisch eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Nur vier von ihnen konnten sich im Vergleich zu 2016 verbessern, wie die Prozentangaben in Klammern zeigen:

  • Aachenmünchener: 1.363,3 Millionen Euro (-3,8 Prozent)      
  • Allianz: 11.322,5 Millionen Euro (+20,8 Prozent)        
  • Alte Leipziger: 939,4 Millionen Euro (+2,0 Prozent)       
  • Axa: 518,3 Millionen Euro (-12,7 Prozent)        
  • Bayern-Versicherung: 1.456,3 Millionen Euro (-2,5 Prozent)       
  • Cosmosdirekt: 520,3 Millionen Euro (-14,2 Prozent)        
  • Provinzial Nordwest: 546,1 Millionen Euro (-50,8 Prozent)        
  • R+V: 2.424 Millionen Euro (-6,1 Prozent)        
  • R+V Luxembourg: 1.335,4 Millionen Euro (+32,7 Prozent)         
  • SV Sparkassenversicherung: 818 Millionen Euro (-19,3 Prozent)        
  • Targo Leben: 717,2 Millionen Euro (+5,5 Prozent)

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