HUK drückt bei Kfz und BU aufs Gas

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Die HUK-Coburg blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr. Praktisch in allen Sparten konnte man zulegen - bis auf die Lebensversicherung. Im Kfz-Geschäft lassen die Franken die Konkurrenz weiter nur die Rücklichter sehen.

Die HUK-Coburg blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Die HUK-Coburg blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Foto: HUK-Coburg

Die HUK-Coburg kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. So verzeichneten die Franken in den Bereichen Kraftfahrtversicherung, Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen, Rechtsschutzversicherungen sowie Krankenversicherung ein Plus, sowohl bei den gebuchten Bruttobeiträgen als auch beim Vertragsbestand. Nur im Bereich der Lebensversicherung stand zum Jahresende ein Minus (Vertragsbestand: - 1,4 Prozent).

 

Insgesamt konnte die HUK-Coburg bei den gebuchten Bruttobeiträgen um 6,2 Prozent auf nun 7,358 Milliarden Euro zulegen (2016: 6,927), bei der Zahl der Verträge ging es insgesamt um 3,3 Prozent auf nun 38,481 Millionen Stück nach oben. Insbesondere im Bereich der KfZ-Versicherung konnte der deutsche Marktführer in diesem Segment weiter zulegen. Die Zahl der abgeschlossenen KfZ-Haftpflichtversicherung konnte um mehr 400.000 auf nun 11,653 Millionen Stück ausgebaut werden. Man habe damit seine Position als Deutschlands größter Autoversicherer weiter ausbauen können, verkündete Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann, der (bzw. sein Vorgänger Wolfgang Weiler) im vierten Jahr infolge ein Rekord-Neugeschäft verkünden konnte (1,4 Millionen neue Verträge).  

Ein Viertel des Neugeschäfts erfolgte dabei über den Online-Anbieter HUK24, der mittlerweile auf einen Bestand von zwei Millionen versicherten Fahrzeugen kommt.  

Auch mit der Entwicklung des hauseigenen Telematik-Tarifs zeigt sich die HUK zufrieden. Insgesamt 50.000 Kunden entschieden sich für den Tarif „Smart Driver“, der jungen Fahrern einen Rabatt einräumt, dessen Ermittlung auf gemessenen Daten zum Fahrverhalten basiert.  



In den vergangenen Jahren konnte die HUK-Coburg damit ihre Position als Deutschlands führender KfZ-Versicherer gegenüber dem einstigen Platzhirschen Allianz stark ausbauen (siehe Grafik). Ein Umstand, den die Allianz wieder ändern will und zum Angriff bläst: „Wir sind in vielen Branchen als Marktführer unterwegs und wollen das auch bei der Autoversicherung wieder sein“, erklärte im vergangenen Jahr Joachim Müller, Chef der Allianz Versicherungs-AG, gegenüber procontra. Seitdem haben die Münchener eine neue Tariffamilie auf den Markt gebracht, die auf schnelle und einfache Abschlüsse abzielt.  

Seite 1: Starkes Jahr im KfZ-Geschäft
Seite 2: Wie sich Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft entwickelten

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