BU-Absicherung: Welche Rentenhöhe ist angemessen?

Berater Top News von Michael Fiedler

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt bei der Absicherung von Arbeitskraft und Erwerbseinkommen als "Königsweg". Doch welche Rentenhöhe ist angemessen? Wie unterschiedlich die Annahmerichtlinien der Versicherer sind, zeigt eine Übersicht vom Maklerverbund Wifo.

Rentenhöhe BU Berufsunfähigkeit Angemessen

Brutto oder Netto? Geschäftsführer oder Angestellter? Wie sich Annahmerichtlinien bei der Berechnung maximalen BU-Höhe unterscheiden. Bild: RobinHiggins/pixabay

Die Absicherung von Erwerbseinkommen und Arbeitskraft ist von existenzieller Bedeutung - darüber herrscht Einigkeit bei Politik, Verbraucherschützern und Versicherern. Das Wie ist allerdings strittig und die Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung reißt nicht ab. Einer dieser Kritikpunkte betrifft die Höhe der durchschnittlich versicherten BU-Rente - sie liege mit 1.000 Euro je Einzelvertrag zu niedrig. Die letzte Bundesregierung teilte diese Auffassung nicht und sah darin einen "wichtigen Beitrag zum Einkommen im Fall der Berufsunfähigkeit".

Netto? Brutto? Arzt?

Bleibt die Frage, wie eine angemessene Absicherung des Einkommens ermittelt wird. Faustregeln wie "80 Prozent des Nettogehalts inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld" lassen sich längst nicht auf alle Versicherer anwenden. So versichern beispielsweise Stuttgarter, Helvetia und Signal Iduna maximal 60 Prozent vom Bruttoarbeitseinkommen. Andere Anbieter (z.B. Ergo) betrachten zusätzlich Gehaltsstufen und sichern Jahreseinkommen ab einer bestimmten Höhe mit 40 Prozent ab.

Auch die Berufsgruppe (Ärzte/Dialog) und Anrechnungsvorschriften (bspw. für Anwartschaften berufsständischer Versorgungswerke) können bei der Berechnung der maximal versicherbaren BU-Rentenhöhe eine Rolle spielen.

Die vollständige Übersichtsliste (PDF) vom Maklerverbund Wifo.

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