Allianz steigt bei indonesischem Mitfahrdienst ein

Versicherungen von Martin Thaler

Die Münchener investieren in die führende Mobilitäts-Plattform in Indonesien. Der Einstieg bei GO-JEK hat auch einen versicherungstechnischen Bezug.

Rund eine Million Fahrer sind bei der indonesischen Mobil-Plattform GO-JEK registriert.

Rund eine Million Fahrer sind bei der indonesischen Mobil-Plattform GO-JEK registriert. Foto: kolibri5 - Pixabay.de

Nach Investitionen in die Betriebskapitalplattform C2FO, die Online-Bank N26 und den amerikanischen Telemedizin-Anbieter American Well hat Allianz X, die digitale Investment-Einheit der Allianz Gruppe, eine weitere Investition bekannt gegeben: 35 Millionen Dollar haben die Münchener demnach in die indonesische Mobilplattform GO-JEK investiert.  

Für die Allianz X unter ihrem neuen Dr. Nazim Cetin ist es bereits die vierte Investition in diesem Jahr. Seit November 2017 agiert Allianz X mit einer neuen Strategie. Statt in Unternehmen in einem frühen Entwicklungsstadium zu investieren und diese aufzubauen, fokussiert sich die Investment-Tochter nunmehr auf „Investments in Digitalinitiativen mit strategischer Relevanz für die Allianz“.  

GO-JEK bietet neben Mitfahrdiensten auch Lieferungen, beispielsweise von Lebensmitteln, auch die Abwicklung von Zahlungen an.  Darüber hinaus kooperiert das Unternehmen bereits seit zwei Jahren mit der Allianz Indonesia, die eine Krankenversicherung für die mehr als eine Million bei GO-JEK registrierten Fahrer sowie dessen Familien anbietet. „Durch dieses Investment werden die Allianz und GO-JEK ihre Partnerschaft und Zusammenarbeit weiter stärken. Gemeinsam können wir der bereiten GO-JEK Community einzigartige Finanzprodukte und Dienstleistungen anbieten“, äußerte sich Joos Louwerier, Geschäftsführer der Allianz Life Indonesia, zu den Hintergründen der Investition.  

Die Allianz X hat darüber hinaus auch Investitionen in Unternehmen getätigt, bei denen der Versicherungsbezug deutlicher zum Tragen kommt. So ist die Allianz X unter anderem am amerikanischen Versicherungs-StartUp Lemonade sowie am Mikroversicherer BIMA beteiligt.

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