Elementarschutz unverzichtbar?!

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Extremwetterlagen, vor allem Starkregenfälle, werden hierzulande zunehmen, prognostiziert Wetterexperte Sven Plöger. Viele Versicherer klagen bereits über gestiegene Schäden. Diese Entwicklung bedeutet für Vermittler Chancen, aber auch Pflichten.

Dieses Bild wird es in Zukunft voraussichtlich häufiger geben: Hochwasser aufgrund von Starkregenfällen.

Dieses Bild wird es in Zukunft voraussichtlich häufiger geben: Hochwasser aufgrund von Starkregenfällen. Bild: distel2610/Pixabay

„Ich gehe davon aus, dass wir zukünftig mehr Extremwetterlagen sehen werden und bald auch im langfristigen Mittel von einer Klimaverschiebung sprechen können. Momentan gibt die Statistik das noch nicht eindeutig her.“ Diese Einschätzung vertritt der Meteorologe und ARD-Wetterexperte Sven Plöger im Interview mit dem aktuellen Positionen-Magazin des GDV.

Zwar würde sich, laut Plöger, das Wetter für Deutschland immer noch im Bereich der normalen Variabilität bewegen – allerdings sehr nah an der oberen Grenze. Vor allem bei Starkregenfällen sei mit einer Zunahme von extremen Ereignissen zu rechnen. Dies liege an der Verlangsamung des Jetstreams, einem Starkwindband, das in zehn Kilometern Höhe um den gesamten Planeten läuft, ausgelöst durch die Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Arktis. Durch die überproportionale Erwärmung des Nordpols werde der Jetstream langsamer und Tiefs würden mehr Regen über weniger Fläche loswerden, erklärt Plöger. Besonders gefährdet sei zum Beispiel die Schwarzwaldregion.

Sein Eigentum zu schützen sei aus Plögers Sicht heute wichtiger als früher. Dies würde aber nicht nur an den zunehmenden Unwettern liegen, sondern auch an dem gewaltigen Wertzuwachs der letzten Jahrzehnte. Gleichzeitig zur Absicherung gegen Elementarschäden appelliert der Wetterexperte aber auch an die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu senken.

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