Diese Immobilienfonds machten die größten Verluste

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Insgesamt 18 offene Immobilienfonds rutschten aufgrund der Finanzkrise 2008 in die Auflösung. Wie hat sich deren Wert seitdem entwickelt? Diese hat nun die Berliner Ratingagentur Scope untersucht und zwischen den einzelnen Fonds erhebliche Unterschiede festgestellt.

Die Wertentwicklung der einzelnen Fonds in Auflösung fällt höchst unterschiedlich aus.

Die Wertentwicklung der einzelnen Fonds in Auflösung fällt höchst unterschiedlich aus.

Offene Immobilienfonds stehen bei Anliegern wieder hoch im Kurs – zahlreiche Fonds mussten im vergangenen Jahr gar zeitweilig schließen, da sie das Geld der Anleger nicht mehr schnell genug in Immobilien investieren konnten. Auch die Renditen zeigen aufgrund steigender Immobilienpreise und Mieteinnahmen nach oben.  

Doch während sich auf der einen Seite zahlreiche Immobilienfonds in neue Höhen aufschwingen, werden auf der anderen Seite die Folgen der Lehmann-Pleite aus dem Jahr 2008 sichtbar. Insgesamt 18 Milliarden Euro mit einem verwalteten Vermögen von rund 26 Milliarden Euro waren infolge des abfließenden Anlegervermögens geschlossen worden, die Fonds befanden sich daraufhin in Abwicklung.  

Aber mit welchem Ergebnis? Schafften es die jeweiligen Fondsverwaltungen, die jeweiligen Objekte über oder zumindest zu Marktpreisen zu verkaufen? Welche Verluste mussten die jeweiligen Anleger in Kauf nehmen?  

Große Unterschiede zwischen einzelnen Fonds

Dies hat nun die Berliner Ratingagentur Scope untersucht. Das Ergebnis: Zwischen 30 September 2008 und 5. März dieses Jahres haben die Fonds im Mittel einen Verlust von 22 Prozent verbucht. Die Unterschiede zwischen den jeweiligen Fonds fallen jedoch deutlich aus. Während der „DEGI Global Business“ ein Minus von 54,8 Prozent verzeichnete, konnte der „KanAm Spezial grundinvest“ im gleichen Zeitraum als einziger Fonds sogar ein Plus verzeichnen, um 0,8 Prozent legte der Fonds an Wert zu (einen Überblick finden Sie in der Grafik).  

Ein Grund für die stark divergierenden Wertentwicklungen seien unter anderem die voneinander abweichenden Auflagezeitpunkte der Fonds, heißt es von Seiten der Scope-Analysten. So wurden unter anderem der „Morgan Stanley P2 Value“ und der „TMW Immobilien Weltfonds“ beispielsweise in einer Hochpreisphase für Immobilien aufgelegt. Andere Fonds befanden sich darüber hinaus sogar noch im Aufbau.  

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