Die PKV ist besser als ihr (aktueller) Ruf

Berater Top News profino von Hagen Engelhard

Die teilweise sprunghaften Beitragsanstiege in der PKV mögen immer wieder für Aufsehen sorgen. Sie sind aber von der aktuellen Kalkulationsverordnung provoziert, die den Anbietern von Gesetzeswegen verbietet, ihre Beiträge jährlich moderat anzupassen. Eine Bürgerversicherung wäre dafür aber mit Sicherheit keine gute Lösung. Nur wer sich sinkende Behandlungsqualität, längeres Warten auf Termine und Leistungseinschnitte, etwa wie den Wegfall von Krankengymnastik als Kassenleistung wie in den Niederlanden wünscht, kann sich für eine Bürgerversicherung aussprechen.

Eine solche würde zudem zu einer noch größeren Spaltung unserer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen. Wer es sich leisten kann, würde seine Krankenversicherung mit Zusatztarifen deutlich aufrüsten. Wer dafür nicht genug Geld hat, der bleibt mit den abgeschwächten gesetzlichen Leistungen auf der Strecke.

Ich setze auf Jens Spahn als neuen Gesundheitsminister beziehungsweise auf seine Berater. Wir brauchen definitiv Änderungen für unsere Krankenversicherung. Logisch wäre eine Änderung der Kalkulationsverordnung, die jährliche BAP von beispielsweise 2 Prozent pro Jahr erlaubt. Schließlich werden auch Brötchen und Benzin kontinuierlich teurer. Das würde dazu führen, dass nicht immer wieder die starken Beitragserhöhungen durch die Medien geistern. Denn die PKV ist besser als ihr Ruf.

Über BAP-Hintergrundwissen, Versicherer-Wechsel in der PKV und gesetzliche Regelungen informiert Hagen Engelhard auch in seinem Webinar auf der Online-Messe profino. Über diesen Link kann es jederzeit kostenlos angesehen werden. 

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