bAV stockt durch Unwissen und sparsame Mitarbeiter

Berater Meistgeklickt von Florian Burghardt

Das BRSG steht und die Anbieter trommeln. Das ist auch notwendig, wenn man auf die Ergebnisse zweier Studien blickt. Demnach herrscht bei Arbeitnehmern und -gebern noch viel bAV-Aufklärungsbedarf. Größter Faktor ist dabei die Eigenbeteiligung.

Viele KMU-Mitarbeiter wissen noch gar nichts von ihrem Anspruch auf eine bAV.

Viele KMU-Mitarbeiter wissen noch gar nichts von ihrem Anspruch auf eine bAV. Bild: RyanMcGuire/Pixabay

In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ist offenbar noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. So weiß beispielsweise rund die Hälfte der Belegschaft in Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern (48,9 Prozent) nicht, dass für sie bereits seit langem ein bAV-Anspruch besteht. Auf Arbeitgeberseite wissen 29,2 Prozent nicht, dass sie ihren Mitarbeitern eine Entgeltumwandlung anbieten müssen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Aon Hewitt, für die 1.000 Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an einer Online-Befragung teilnahmen. Zusätzlich wurden 500 Arbeitgeber aus KMU befragt.

BRSG, das unbekannte Wesen

Unabhängig von der Größe der befragten Unternehmen ist das bereits in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) gut zwei Dritteln der Arbeitnehmer nicht bekannt. Und das, obwohl schon die ersten neuen bAV-Produkte im Zuge des BRSG bereitstehen und sich zuletzt nach dem „Rentenwerk“ schon das zweite bAV-Konsortium formiert hat.

Die Studie zeigt aber auch, dass die Bedeutung der bAV auf beiden Seiten wertgeschätzt wird. Auf die Frage, was sie mit dem Thema Betriebsrente verbinden, antwortete mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer aus den Unternehmen mit 11 bis 250 Mitarbeitern, dass sie diese als Sozialleistung sehr schätzen würden. Mehr als 60 Prozent der Arbeitgeber dieser Betriebe sehen die Betriebsrente als gute Sozialleistung für ihre Mitarbeiter. Nur in den Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern sind die Werte geringer.

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