bAV: R+V und "Das Rentenwerk" starten BRSG-Produkte

Versicherungen von Florian Burghardt

Das BRSG ist in Kraft und immer mehr springen auf den Zug auf. So bieten R+V und Union Investment zukünftig eine Betriebsrente nach dem Sozialpartnermodell an. Ebenfalls heute hat „Das Rentenwerk“ sein neues bAV-Produkt fertiggestellt.

Sind jetzt Partner: Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V (links) und Hans Joachim Reinke, Vorstandvorsitzender von Union Investment.

Sind jetzt Partner: Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V (links) und Hans Joachim Reinke, Vorstandvorsitzender von Union Investment. Bild: R+V/Union Investment

Das seit Jahresbeginn gültige Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll vor allem die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen fördern und eröffnet dafür neue Wege. Diese werden zukünftig die R+V Versicherung und Union Investment zusammen beschreiten. Die beiden genossenschaftlich geprägten Unternehmen haben heute ihre Kooperation im Rahmen des Sozialpartnermodells bekanntgegeben.

Die kooperative bAV-Lösung wird über die gemeinsame Tochterfirma R+V Pensionsfonds AG angeboten. Durch die BRSG-Erleichterungen für kapitalmarktnähere Betriebsrenten könnten zudem auch Pensionsfonds an Popularität als bAV-Durchführungsweg gewinnen. Bei der neuen Kooperation übernimmt die R+V alle Aufgaben, die mit der Führung der Gesellschaft, der Beratung und der Kundenbetreuung verbunden sind. Die Investmentgesellschaft Union Investment gestaltet den entsprechenden Spezialfonds, in den das Geld für die spätere Betriebsrente der Arbeitnehmer investiert wird.

Keine Haftung, mehr Rendite

Das Sozialpartnermodell ermöglicht den Verzicht auf garantierte Leistungen in der Betriebsrente und nimmt damit die Arbeitgeber aus der Haftung für diese späteren Leistungen – was dazu führen soll, dass sich mehr Betriebe auf die bAV einlassen. Es wird dann nur noch eine „Zielrente“, also eine angestrebte Betriebsrentenhöhe, festgelegt. Somit können die Beiträge der Arbeitnehmer zukünftig Rendite-orientierter, aber eben auch weniger sicher als bisher, angelegt werden.

Die Renditeerwartungen und Anlagepolitik werden von den Anbietern wie R+V und Union Investment zusammen mit den jeweiligen Sozialpartnern einer Branche (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) festgelegt. Danach erfolgt die Auswahl der Kapitalanlage-Klassen (z.B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe) und die Definition einer entsprechenden Strategie.

Seite 1: Neue Betriebsrente von R+V und Union Investment
Seite 2: Auch „Das Rentenwerk“ mit fertigem Sozialpartner-Produkt

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