Axa und Gothaer teilen Roland auf

Versicherungen von Michael Fiedler

Axa und Gothaer übernehmen Roland Rechtsschutz vollständig. Wie die Aufteilung erfolgen soll und wie sich die anderen Anteilseigner verhalten.

Roland Rechtsschutz Axa Gothaer

Erhält eine schlankere Eigentümerstruktur: Roland Rechtsschutz. Bild: Roland Rechtsschutz

Axa will das Sachgeschäft ausbauen. Einen weiteren Schritt auf diesem Weg geht der Versicherer im Bereich Rechtsschutz und baut sein Engagement bei Roland Rechtsschutz aus. So wird Axa künftig Mehrheitseigner bei Roland sein. Die Anteile an Roland Rechtsschutz sollen zwischen Axa und Gothaer aufgeteilt werden. Den größeren Anteil sicherte sich Axa mit 60 Prozent. Die Gothaer übernimmt zwar "nur" 40 Prozent, dennoch wollen beide Versicherer "weitgehend gleichberechtigt agieren". Sichtbares Zeichen dieser Gleichberechtigung: Der neue Aufsichtsrat von Roland Rechtsschutz soll paritätisch besetzt sein. Heißt: Statt bisher zwölf sind dann neun Mitglieder im Aufsichtsrat: drei Arbeitnehmervertreter und je drei Vertreter der beiden Eigentümer-Gesellschaften.

Mit Roland Konzernbilanz konsolidieren

Aus Konzernsicht wesentlich interessanter als die Aufsichtsratsposten ist allerdings die Verwendung der Beitragseinnahmen von Roland. Axa wird die Beitragseinnahmen von Roland künftig zur Konsolidierung der eigenen Konzernbilanz verwenden dürfen. Und die betrugen 2016 immerhin 428,6 Millionen Euro (Bruttobeitragseinnahmen).

Basler und Barmenia bleiben Vertriebspartner

Die bisherigen Miteigentümer von Roland Rechtsschutz, die Barmenia Krankenversicherung a.G., Basler Beteiligungsholding GmbH, Braunschweig Beteiligungsgesellschaft mbH und Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung verkaufen ihre Beteiligungen. Basler und Barmenia bleiben aber als Vertriebspartner der Roland weiter verbunden.

Marke bleibt erhalten

Anders als beispielsweise bei HDI/Gerling oder Generali/AachenMünchener soll die Marke Roland Rechtsschutz erhalten bleiben. Auch der Standort Köln steht nicht zur Disposition.
Die Aufsichts- und Kartellbehörden müssen den Transaktionen noch zustimmen; über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.

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