Anzahl der Versicherungsangestellten fällt weiter

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Nicht nur die Anzahl der Vermittler ist rückläufig, auch die der Versicherungsangestellten. Im vergangenen Jahr war sie so niedrig wie zu Zeiten des Falls der Berliner Mauer. Auch der Blick auf den Nachwuchs macht Sorgen.

Die Anzahl der Beschäftigten bei Versicherungsunternehmen fällt immer weiter. Vor allem der angestellte Außendienst ist betroffen.

Die Anzahl der Beschäftigten bei Versicherungsunternehmen fällt immer weiter. Vor allem der angestellte Außendienst ist betroffen. Bild: Pexels/Pixabay

Die goldenen Zeiten liegen lange zurück. Im Jahr 1992 gab es bei den deutschen Versicherungsunternehmen rund 259.000 Beschäftigte. Heute liegt deren Zahl um 21 Prozent niedriger bei noch 204.700, wie der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) nun bekanntgab.

Der konstante Rückgang der Mitarbeiterzahlen in der Versicherungsbranche ist nichts Neues. Seit dem Jahr 2002 sinkt die Anzahl der Angestellten quasi kontinuierlich. Ebenfalls dauer-rückläufig ist die Anzahl der Versicherungsvermittler. Wie die Statistik zeigt, ist die Branche nun wieder auf dem Job-Niveau vor dem Mauerfall angekommen (1988: 206.600 Beschäftigte). Seit 1990 wird die AGV-Statistik allerdings inklusive der neuen Bundesländer erstellt.

Um 1,2 Prozent ging die Zahl der Beschäftigten von 2016 auf 2017 zurück. Der Abschwung betrifft alle Bereiche:

  • Innendienst: -0,3 Prozent bzw. 400 Mitarbeiter
              
  • Angestellter Außendienst: -5,0 Prozent bzw. 1.800 Mitarbeiter
              
  • Auszubildende: -2,6 Prozent bzw. 300 Auszubildende

Der Außendienst ist besonders stark betroffen. Neben dem kräftigen Rückgang bei den angestellten Verkäufern sank auch die Anzahl der in Agenturen finanzierten Ausbildungsplätze und zwar von 2.300 auf 1.970 (Vollzeitplätze). Inklusive der Auszubildenden in den Agenturen sank die Ausbildungsquote (Anteil der Auszubildenden an der Gesamtzahl der Versicherungsangestellten) von 6,5 auf nun noch 6,3 Prozent. Damit setzt sich das generelle Nachwuchsproblem der Versicherungsbranche fort.

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