Allianz Deutschland: Stürme verhageln das Ergebnis

Versicherungen von Florian Burghardt

Die Allianz Deutschland blickt unter neuer Leitung auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2017 zurück. Während in zwei von drei Sparten Rekordeinnahmen verzeichnet wurden, machten den Münchnern unerwartet starke Unwetter zu schaffen.

Seit dem 01.01.2018 Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland: Dr. Klaus-Peter Röhler.

Seit dem 01.01.2018 Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland: Dr. Klaus-Peter Röhler. Bild: Allianz

Mitte Februar hatte bereits die Konzernmutter Allianz SE vorgelegt, heute präsentierte auch die Allianz Deutschland ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017. Die Münchener blicken vor allem auf ein umsatzstarkes Jahr zurück. Die Beitragseinnahmen der deutschen Gruppe kletterten um 7,7 Prozent auf 34,9 Milliarden Euro. Bereits im Vorjahr wurde ein Umsatzplus von 4,6 Prozent erzielt.

Besonders stark stiegen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung und zwar um 11,9 Prozent auf 21,124 Milliarden Euro (2016: 18,876 Milliarden) und damit erstmalig auf über 20 Milliarden Euro. Das Neugeschäft wuchs dabei sogar um 21,1 Prozent. Dies begründet man bei der Allianz mit der Wertschätzung von Garantien sowie attraktiven Renditechancen, was in den Tarifen der Neuen Klassik kombiniert wird. Dr. Klaus-Peter Röhler, seit Anfang des Jahres neuer Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland, spricht sogar davon, dass die neuen Vorsorgekonzepte der Münchener „die traditionelle Lebensversicherung endgültig abgelöst“ haben.

Unerwartete Unwetter

Gestiegene Beitragseinnahmen gab es aber auch in der Schaden- und Unfallversicherung (1,7 Prozent auf 10,074 Milliarden Euro) und in der Krankenversicherung (2,2 Prozent auf 3,360 Milliarden Euro). In Schaden/Unfall kletterten die Einnahmen damit erstmals über die 10 Milliarden Euro-Marke.

Die Freude über diese neuen Rekorde wird aber getrübt vom operativen Ergebnis der deutschen Gruppe. Dieses ging um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis von 2,614 Milliarden Euro zurück auf nun 2,334 Milliarden Euro. In Schaden/Unfall betrug das Minus 20,6 Prozent. Dies erkläre sich mit einem Unwetterjahr 2017, dass über den Erwartungen lag, heißt es von Seiten des Versicherers. Im vergangenen Jahr musste er 541 Millionen Euro für Elementarschäden auszahlen (2016: 337 Millionen Euro). Die spartenübergreifende Combined-Ratio lag bei 95,3 Prozent (2016:92,6 Prozent).

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