Württembergische: Weniger Jobs, mehr Zeit für Makler

Versicherungen von Florian Burghardt

Umstrukturierung bei der Württembergischen. Der Versicherer der W&W-Gruppe baut Stellen ab und entwickelt neue Aufgaben. Davon profitieren sollen auch die Makler-Vertriebspartner.

Baut im Vertriebsinnendienst der Württembergischen einiges um: Vertriebs-Chef Thomas Bischof.

Baut im Vertriebsinnendienst der Württembergischen einiges um: Vertriebs-Chef Thomas Bischof. Bild: W&W

Die Württembergische Versicherung ist im digitalen Wandel. Gleich in mehreren Bereichen hat der Versicherer der W&W-Gruppe zuletzt Neuerungen durchgeführt. Beispielsweise kam im Juli vergangenen Jahres eine App-basierte Telematik-Lösung für die Kfz-Versicherung auf den Markt und seit ein paar Monaten verfügt die Gruppe mit „Adam Riese“ über einen eigenen Digitalversicherer.

Ebenfalls relativ neu ist Vertriebsvorstand Thomas Bischof, der im Laufe des Jahres den Vorstandsvorsitz der Württembergischen übernehmen soll. In seiner jetzigen Funktion als Vertriebs-Chef hat er aber erst noch eine Umstrukturierung im Vertriebsinnendienst angestoßen. So will man im Laufe des Jahres 60 der dortigen 160 Vollzeitstellen abbauen.

Betroffen sind die Innendienst-Abteilungen „Vertrieb Ausschließlichkeit Gesamt“ und „Vertrieb Direktion“, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber procontra erklärte. Nahezu alle von den Maßnahmen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Standort Stuttgart. Der Personalabbau soll durch interne Wechsel und natürliche Fluktuation stattfinden, betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.

Mehr Zeit für Beratung

Geplant ist im Gegenzug der Aufbau von 25 neuen Vollzeitstellen. Diese sollen stärker auf den Umgang mit dem veränderten Kundenverhalten ausgelegt sein und beispielsweise die Kommunikation zwischen Kunden, Außendienst und Innendienst schneller und direkter werden lassen. Doch auch unter den verbliebenen Stellen sollen die Verantwortlichkeiten neu verteilt werden.

Eines der Hauptziele dieser Umstrukturierung ist es, den Vertriebspartnern mehr Zeit für die Beratung zu geben. Dafür stünden jedem Vermittler aktuell nur etwa 25 Prozent seiner Arbeitszeit zur Verfügung. Geplant ist, in diesem Bereich zu den besten der Branche mit 35 bis 40 Prozent aufzuschließen.

Durch die Beschleunigung von Kommunikation und Arbeitsprozessen sollen auch Makler profitieren. In bestimmten Vorsorgebereichen, zum Beispiel der betrieblichen Altersversorgung, soll das Know-How der Vertriebsunterstützung verbessert werden. Außerdem soll dieser Bereich in den Fokus rücken.  

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