Vergleichsportale, Riester, Zahnersatz: 8 Fakten zum Koalitionsvertrag

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Lange hat es gedauert - nun liegt der Entwurf eines Koalitionsvertrages vor. Doch welche Punkte hierin sind auch für Makler bzw. Finanzanlagenvermittler interessant? Ein Überblick.

Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeignigt.

Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Foto: dpa

Nach zähen und langwierigen Verhandlungen haben sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Dieser muss allerdings noch von den SPD-Parteimitgliedern abgesegnet werden.Der Vertrag enthält für Makler, Finanzanlagenberater und Versicherer zahlreiche interessante Punkte, die wir einmal für Sie herausgearbeitet haben.

Zusätzlich gibt es grundlegende Festlegungen zum Thema Rente, die allerdings bereits dem Ergebnispapier der Sondierungsgespräche entnommen werden können. Über den anvisierten Wechsel bei der Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler können Sie sich hier ausführlich informieren.

Marktwächter  

Die Marktwächter-Teams Digitale Welt und Finanzen sind als Frühwarnnetzwerke konzipiert, die Verbraucher frühzeitig vor Problemen warnen sollen. Bislang musste alle zwei Jahre entschieden werden, ob die Förderung des Marktwächter-Projekts (5 Millionen Euro pro Jahr) verlängert wird. Die finanzielle Förderung soll nun laut Koalitionsvertrag verstetigt werden.  

Vergleichsplattformen  

Dies ist ein Punkt, der zuletzt von Verbraucherschützern immer stärker gefordert worden war und nun auch Einzug in den Koalitionsvertrag findet. Die Politiker wollen hier die „Transparenz hinsichtlich ihrer Bewertungssysteme, der Gewichtung ihrer Ergebnisse, der Provisionen und Marktabdeckung sowie der Zusammenhänge zwischen Portalen und wirtschaftliche Verflechtungen erhöhen“.  

Riester  

Diese Information war bereits vor Veröffentlichung des Koalitionsvertrags nach außen gesickert: Die Parteien wollen zusammen mit der Versicherungswirtschaft einen Dialog anstoßen „mit dem Ziel einer zügigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts“.  

Säulenübergreifende Renteninformation  

Sieben von zehn Beschäftigen sorgen zusätzlich vor – da liegt es auf der Hand, dass sämtliche Renteninformationen aus allen drei Säulen auf einen Blick  einen echten Mehrwert für den zukünftigen Rentenempfänger darstellen würden. Zudem besagen Studien, dass jeder Zweite seine Vorsorge hierdurch ausbauen würde.  Hier setzt nun auch die Große Koalition an: „Wir werden eine säulenübergreifende Renteninformation einführen, mit der Bürgerinnen und Bürger über ihre individuelle Absicherung im Alter Informationen aus allen drei Säulen erhalten und möglichen Handlungsbedarf erkennen können. Die säulenübergreifende Renteninformation soll unter Aufsicht des Bundes stehen.“  

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