Pflicht zur privaten Altersvorsorge: Ein Viertel sagt ja!

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Wie blicken die Deutschen aufs Leben im Alter? Sorgen Sie vor? Und wenn ja, wie? Diese und weitere Fragen hat nun die Ergo in einer umfassenden Studie untersuchen lassen.

Wie risikokompetent sind die Deutschen? Diese Frage untersuchte der Ergo-Risikoatlas.

Wie risikokompetent sind die Deutschen? Diese Frage untersuchte der Ergo-Risikoatlas. Foto: free-photos - Pixabay.de

Wenn es um das Leben im Alter geht, sind die Sorgenfalten beim Großteil der Deutschen gut sichtbar. Gerade bei Jüngeren ist ein optimistischer Blick in die Zukunft Mangelware, wie ein Blick in den am Mittwoch erstmals vorgestellten Risiko-Report der Ergo Versicherung zeigt. 29 Prozent der bis 30-Jährigen äußerten demnach, Angst vorm Alter zu haben. Zum Vergleich: Vorfreude ist gerade einmal bei 5 Prozent in dieser Altersgruppe feststellbar.  

Nimmt man alle Altersgruppen in Betracht, fällt das Ergebnis zwar nicht so deutlich aus (Vorfreude: 4 Prozent, Angst: 18 Prozent), die Tendenz bleibt allerdings die gleiche: Die Deutschen haben Angst vorm Altern.  

Grund hierfür ist vor allem die Angst vor einem Leben in Armut. 40 Prozent gaben an, sich vor einer unzureichenden finanziellen Versorgung im Alter zu fürchten. Genauso groß fällt hierbei die Angst aus, im Alter von anderen abhängig zu sein. Eine Angst, die sicherlich mehrdeutig auszulegen ist und sich auf Gesundheit, aber auch Finanzen beziehen lässt.  

Sorgenvolle Blicke Richtung Ruhestand

Unabhängig von dieser geäußerten Befürchtung glauben 59 Prozent aller befragten Frauen, sich im Alter finanziell einschränken zu müssen – bei den Männern sind es 53 Prozent. Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ist diese Angst besonders stark ausgeprägt (Brandenburg: 69 Prozent, Sachsen: 67 Prozent), im Süden blickt man gelassener dem Thema entgegen (Baden-Württemberg und Bayern: jeweils 47 Prozent).  

Dass ein Teil der Bevölkerung eher besorgt in Richtung Ruhestand blinzelt, ist nun keine vollkommen neue Erkenntnis. Auch andere Studien brachten diesen partiellen Pessimismus im Hinblick auf den eigenen Ruhestand bereits zum Ausdruck.  

Interessant wird diese Erkenntnis erst in Verbindung mit der Frage, wie die Deutschen dieser Angst begegnen, wie sie also Vorsorge betreiben. Auch hier bietet die Ergo-Studie, die vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz durchgeführt wurde und Startschuss für eine ganze Studienreihe sein soll, Auskunft.  

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