LV: Indexpolicen schlugen 2017 die Neue Klassik

Versicherungen von Florian Burghardt

Die Lebensversicherer verabschieden sich zunehmend von Garantien und klassischen Rentenversicherungen. Ein neuer Trend sind hingegen Indexpolicen. Wie sie sich schlugen und welche Variante Erfolg verspricht, hat Assekurata untersucht.

Bei der laufenden wie auch bei der sicheren Verzinsung schlugen die Indexpolicen im vergangenen Jahr sowohl die klassischen als auch die neoklassischen Rentenversicherungen.

Bei der laufenden wie auch bei der sicheren Verzinsung schlugen die Indexpolicen im vergangenen Jahr sowohl die klassischen als auch die neoklassischen Rentenversicherungen. Bild: geralt/Pixabay

Die Inhaber von Indexpolicen hatten im vergangenen Jahr größtenteils mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie die meisten anderen Lebensversicherungs-Kunden. Dennoch erging es ihnen aus Rendite-Sicht besser, als denen, die weiterhin auf Klassik und Neue Klassik setzen. Zu diesem Schluss kommt die Rating-Agentur Assekurata auf Basis ihrer aktuellen Marktstudie zu Überschussbeteiligungen und Garantien deutscher Lebensversicherer. Dazu befragt wurden 15 Anbieter von Indexpolicen, was einem Marktanteil von 44 Prozent entspricht.

Die Index-Tarife, durch die die Kunden an der Wertentwicklung von Aktien-Indizes wie EuroStoxx 50 oder dem DAX beteiligt sind, erwirtschafteten laut Assekurata im vergangenen Jahr mehrheitlich Renditen zwischen 5 und 10 Prozent. Entscheidend für das endgültige Plus der Anlage sind je nach Auswahl des Kunden entweder Cap (Aufschwungphasen des Index sind auf einen bestimmten Prozentsatz gedeckelt) oder Quote (nicht gedeckelte Beteiligung an Gewinnen, allerdings nur zu einer bestimmten Quote). Das eingebaute Garantieelement macht sich derart bemerkbar, dass die Kunden keinen Kapitalverlust erleiden, sollte am Jahresende unter dem Strich ein Kursminus stehen.

In 2017 hatten die Cap-Anleger richtig gesetzt, was eine Modellrechnung von Assekurata belegt. Der Modellvertrag der Analysten verfügte dabei über ein Cap von 3 Prozent, was in etwa durchschnittlichen Marktniveau entspricht. Auf Grundlage der DAX-Entwicklung stand dabei nach dem kompletten Kalenderjahr 2017 eine Renditegutschrift von 7,2 Prozent zu Buche. Das lag vor allem an den kaum vorhandenen Minus-Monaten des Index. Zum Vergleich: Der Modellvertrag mit einer Quote von 70 Prozent kam auf eine Jahresrendite von 6,13 Prozent.

Seite 1: Cap oder Quote?
Seite 2: Mehr Rendite als (Neue) Klassik

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare