Huk: 600 Mio. Umsatz bei Kfz-Schadensteuerung

Versicherungen von Michael Fiedler

Durch Schadensteuerung bei Kfz-Werkstatten erzielt Huk 600 Millionen Euro Bruttoumsatz. Diesen Bereich will man weiter ausbauen, so Dr. Jörg Rheinländer im Video-Interview. Der Huk-Vorstand verrät auch, wie sich der Versicherer gegen Amazon wappnet.

Huk Coburg Kfz Versicherung Schadensteuerung

Wie stellt sich Huk auf die Zukunft im Kfz-Bereich ein? Vorstand Dr. Jörg Rheinländer im Video-Interview. Bild: Screenshot / InsuranceTV

Versicherungen sind auf dem Weg vom Risikoträger zum Schadenmanager - eine Entwicklung, die in nahezu allen Sparten zu beobachten ist. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei die Kfz-Sparte ein. Schadensteuerung ist hier ein Ansatz. Für Huk-Coburg, Marktführer im Kfz-Bereich, nannte Vorstand Dr. Jörg Rheinländer nun Zahlen. In die 1.500 Partnerwerkstätten seien 2017 500.000 Schäden gesteuert worden, so Rheinländer im Interview mit Insurance TV. Der Versicherer erzielte damit 600 Millionen Euro Bruttoumsatz. Und der Bereich soll ausgebaut werden. Inspektionen, Hauptuntersuchung, Reifen...aber auch Autoankauf: In diesen Bereichen will Huk die Kontaktpunkte zum Kunden ausbauen.

KI in den Startlöchern

Ein Mittel dafür wird auch der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) sein. Rheinländer sagte, dass es innerhalb der nächsten fünf Jahre Chatbots geben werde, die den Schadenerstkontakt übernehmen. Versicherte würden dann nicht mehr im Callcenter anrufen, sondern mit einem Bot Kontakt aufnehmen.

Amazon: Umgang wie mit Vergleichsportalen

Danach gefragt, wie Huk-Coburg mit Amazon als möglichen künftigen Wettbewerber umgehen wolle, sagte Rheinländer, dass man mit dieser Herausforderung ähnlich umgehen wolle, wie mit Vergleichsportalen. Huk werde auf die Stärke der eigenen Marke setzen und vertraue darauf, dass deutsche Versicherte auch weiterhin sehr preisbewusst im Kfz-Bereich handeln würden.

Video-Interview mit Huk-Vorstand Dr. Rheinländer

 

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