Debeka: PKV-Riese sieht Licht und Schatten

Versicherungen von Florian Burghardt

Auch in ihrem größten Segment, der privaten Krankenversicherung (PKV), sieht die Debeka Licht und Schatten. So konnte die Marktführerschaft in der Krankenvollversicherung wenig überraschend verteidigt werden. Um 29.213 Vollversicherte wuchs der Bestand auf nun 2,36 Millionen – ein Marktanteil von fast 27 Prozent. Damit bewegt sich der Koblenzer Versicherer gegen den Trend, weil die Mehrheit der privaten Krankenvollversicherer in den letzten Jahren Versicherte verloren hat.

Das Beitragsplus in der PKV-Sparte sieht mit 9,3 Prozent auf nun 5,98 Milliarden Euro erfreulich aus. Dies sei aber vor allem auf die Beitragserhöhungen aus dem vergangenen Jahr zurückzuführen, die für Debeka-Verhältnisse sehr deutlich ausfielen. Für dieses Jahr hat der Marktführer allerdings auch für einige Tarife Beitragssenkungen angekündigt.

Mit Blick auf die Digitalisierung der Krankenversicherung fühlt man sich in Koblenz gut aufgestellt. Hier soll vor allem die Beteiligung am Gemeinschaftsprojekt „Meine Gesundheit“, zusammen mit Axa und VKB, den Versicherten der Debeka das Leben erleichtern.

Für das laufende Jahr rechnet Laue mit unverändert großen Herausforderungen, nicht zuletzt durch die anhaltende Diskussion um die Einführung einer Bürgerversicherung und die Kritik am dualen Krankenversicherungssystem aus GKV und PKV. Hier sei, laut Laue, die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer die Versicherer ihre Arbeit zum Wohle ihrer Mitglieder und Kunden verrichten können.

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