Checkliste: Darauf sollten Versicherungsmakler beim Datenschutz achten

Recht & Haftung Berater Top News Meistgeklickt von Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke, Partner der Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) steht vor der Tür. Wie sich Versicherungsmakler darauf vorbereiten können, hat Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke auf einer Checkliste zusammengestellt.

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Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke will Vermittlern mit einer Checkliste helfen, sich auf die DSGVO vorzubereiten. Bild: Kanzlei Reichow und Jöhnke

Die DSGVO gibt dem Unternehmer nur sehr allgemein Pflichten auf, ohne genaue Hilfestellungen dazu zu liefern. Der Anwendungsbereich der DSGVO ist jedoch schon eröffnet, soweit digitale Daten verarbeitet, gespeichert oder / und genutzt werden. Folglich ist auch der Versicherungsvermittler betroffen, der Daten von seinen Kunden vorhält. Leider hat der Gesetzgeber mit der DSGVO noch viele Fragen offengelassen, nämlich diejenigen Fragen nach der praktischen Umsetzung der DSGVO, gerade in kleinen Unternehmen, wie zum Beispiel dem Alleininhaber eines kleinen Vermittlerunternehmens ohne Angestellte.
Vor diesem Hintergrund können lediglich und ausschließlich Versuche unternommen werden, die DSGVO bestmöglich im kleinen Vermittler-Unternehmen umzusetzen, um eine größtmögliche Konformität herzustellen.

Handlungsempfehlungen für Unternehmer: "Checkliste"

Dennoch sollten einige Aspekte dringlichst beachtet werden, so dass ein paar grundlegende Handlungsempfehlungen geben werden können, gerade auch weil die Umsetzung im eigenen Unternehmen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird.

  • Projektplan zur Umsetzung der DGSVO im eigenen Unternehmen erstellen: ob Klein(st)unternehmer oder Großkonzern, ein strikter Umsetzungsplan wird notwendig sein, um die wichtigsten -nachfolgenden- Punkte umzusetzen.

  • Büroabläufe und Organisation in Bezug auf "Dateneingang und -ausgang" prüfen, denn es muss klar sein, wie digitale Daten im eigenen Unternehmen gespeichert, verarbeitet, genutzt werden.

  • Insbesondere überprüfen, ob auch eine Weitergabe von Daten an Dritte stattfindet. Dieses ist bereits bei genutzten Onlinerechnern der Fall. Auch bei Nutzung eines ausgegliederten Backoffices werden Daten ausgetauscht oder Zugriffsmöglichkeiten eingeräumt.

  • Workflows in Bezug auf "Daten" analysieren, denn vom ersten Termin mit dem Kunden bis hin zum Letzttermin ist ein langer Weg, bei welchem die Daten unter anderem verändert werden könnten, bzw. auch weitere Speicherungszwecke entstehen oder wegfallen könnten.

Seite 1: DSGVO: Checkliste zur Umsetzung I
Seite 2: DSGVO: Checkliste zur Umsetzung II

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