Allianz stärkt eigenen Kreditversicherer

Digital von Martin Thaler

Die Investment-Einheit Allianz X investiert in die Betriebskapital-Plattform C2FO. Für Allianz X ist es nicht die erste Investition der jüngsten Zeit.

Allianz X investiert in die Betriebskapital-Plattform C2FO.

Allianz X investiert in die Betriebskapital-Plattform C2FO. Foto: Allianz

Allianz X, die digitale Investment-Einheit der Allianz Gruppe, investiert 30 Millionen US-Dollar in die amerikanische B2B-Plattform C2FO investiert. Diese bietet Lieferanten von Unternehmen die Möglichkeit, eine beschleunigte Rechnungszahlung gegen einen Discount zu beantragen. Die Lieferanten kommen hierdurch schneller zu ihrem Geld, die Käufer profitieren von der Ersparnis.

„Das Geschäftsmodell von C2FO, Unternehmen nach Bedarf und in Echtzeit Zugang zu Finanzierung von Betriebskapital zu verschaffen, stellt eine einzigartige Lösung für einen wesentlichen Aspekt in der Finanzierung von Unternehmen dar", lobte Allianz-X-CEO Dr. Nazim Cetin das Geschäftsmodell.

Zusammen mit der Investition in das amerikanische FinTech plant die Allianz auch eine Kooperation zwischen C2FO und dem Allianz-eigenen Kreditversicherer Euler Hermes. „Durch eine Zusammenarbeit von C2FO mit Euler Hermes werden wir in einzigartiger Weise unsere Expertise bei Kreditversicherungen mit dem Dynamic-Discounting-Modell von C2FO kombinieren können", sagt Wilfried Verstraete, Vorstandsvorsitzender von Euler Hermes. Insgesamt 100 Millionen sammelte C2FO, laut eigenen Angaben einer der weltweit größten Nicht-Bank-Anbieter von Betriebskapital, in der aktuellen Investitionsrunde ein. Weitere Investoren sind unter Union Square Ventures und Mithril Capital Management.  

Allianz X agiert seit November 2017 unter einem neuen Chef und mit neuer Strategie. So wurde der Aufbau neuer Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase aufgegeben, stattdessen fokussiert sich Allianz X nunmehr auf „Investments in Digitalinitiativen mit strategischer Relevanz für Allianz“. Seitdem wurde unter anderem in den schwedischen Mikroversicherungsanbieter Bima investiert (knapp 100 Millionen Dollar) und den Telemedizin-Dienstleister American Well (59 Millionen Dollar). 

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