Zahl der 34f-Vermittler sinkt leicht ab

Berater von Martin Thaler

Der Rückgang für 34f-Vermittler fiel moderat aus, im Vergleich zum Vorjahr legten sie sogar zu. Sorgenvoller fällt der Blick indes bei den Sachinvestment-Vermittlern aus.

Die Zahl der 34f-Vermittler ist im Vergleich zum letzten Quartal leicht zurückgegangen.

Die Zahl der 34f-Vermittler ist im Vergleich zum letzten Quartal leicht zurückgegangen. Foto: 12019 - Pixabay.de

Die Zahl der Finanzanlagenvermittler ist im vergangenen Quartal leicht zurückgegangen. Das ist dem aktuellen Vermittlerregister des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu entnehmen. Demzufolge sank die Zahl der Finanzanlagenvermittler mit einer Erlaubnis nach §34f Gewerbeordnung leicht um 180 Personen auf 37.432. Im Oktober vergangenen Jahres waren es noch 37.612 34f-Inhaber gewesen.

Grund zur Besorgnis liefert dieser Rückgang jedoch nicht – die Zahl der Finanzanlagenvermittler nach §34f blieb über das vergangene Jahr relativ konstant (siehe Grafik). Im Jahresvergleich konnte sie sogar zulegen. So hatten im Januar 2017 noch 37.229 Personen eine 34f-Erlaubnis – 203 weniger als in diesem Januar.  

Weiter rückläufig ist allerdings die Zahl der Vermittler, die geschlossene Investmentvermögen (beispielsweise geschlossene Fonds; 34f Nr. 2) vermitteln dürfen. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr um 158 auf nun 9.323 zurück. Zum Vergleich: Die Anzahl der Vermittler für offene Investmentvermögen stieg in diesem Zeitraum von 36.711 auf 36.916.  

Noch deutlicher wird der Rückgang bei Vermittler für geschlossenen Investmentvermögen, wenn man noch weiter in die Vergangenheit blickt. So betrug ihre Zahl im Dezember 2014, also vor gut drei Jahren, noch 10.984 und ist damit in gut drei Jahren um mehr als 1.500 Personen zurückgegangen.  

Dass viele Vermittler mit dem Markt für Sachinvestments nicht zufrieden sind, wurde zuletzt durch das AfW-Vermittlerbarometer noch einmal betont. So stieg die Zahl der Vermittler mit 34f Nr. 2-Erlaubnis, die das Angebot an vertriebsfähigen geschlossenen Sachinvestments für Privatanleger als ungenügend bezeichneten, im Vergleich zum Vorjahr von 41 auf 55 Prozent.  

Zahl der 34i-Vermittler steigt erneut

73,44 Prozent derjenigen, die derzeit noch nicht über eine entsprechende 34f-Nr.2-Erlaubnis verfügen, schlossen zudem kategorisch aus, jemals geschlossene Fonds vermitteln zu wollen. Als Gründe hierfür werden schlechte Erfahrungen mit Sachinvestments sowie die rechtliche Komplexität der Produkte genannt.   Die Zahl der Honorar-Finanzanlagenberater (34f Gewerbeordnung) blieb im Vergleich zum letzten Quartal unverändert bei 161 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (139) bedeutet dies ein leichtes Plus.  

Weiter zugelegt hat indes die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler (34i Gewerbeordnung). Von ihnen waren im Januar 2018 49.714 beim DIHK registriert, im Oktober des Vorjahres waren es noch 49.119 gewesen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (22.180) ergibt sich ein enormer Zuwachs. Dieser ist allerdings damit zu erklären, dass zahlreiche Vermittler Immobiliardarlehen damals noch über ihre 34c-Lizenz vermitteln durften. Die entsprechende Übergangsfrist war erst im März des vergangenen Jahres ausgelaufen. 

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