MiFID im Vertrieb: Wir erwarten keine gravierenden Auswirkungen

Investmentfonds von Michael Fiedler

MiFID II soll den Anlegerschutz verbessern. Doch zum Start der Finanzmarktrichtlinie droht etlichen Fonds ein Verkaufsstopp. Über die Ursachen davon und mögliche Auswirkungen auf den Vertrieb von Investmentprodukten sprach procontra mit Hans-Jürgen Bretzke, Vorstand der FondsKonzept AG.

Bretzke Fondsvermittlung MiFID Vertrieb

Sieht in den MiFID-Anforderungen kein Hemmnis für Anleger: Hans-Jürgen Bretzke. Bild: procontra

procontra: Welche Erklärung gibt es aus Ihrer Sicht dafür, dass viele kleinere Anbieter noch nicht die MiFID-Anforderungen zur Zielmarktbestimmung umgesetzt haben?

Hans-Jürgen Bretzke: Das Problem liegt an den fehlenden Daten, die von einigen Kapitalverwaltungsgesellschaften noch nicht hochgeladen wurden. Dabei ist zu beachten, dass es sich lediglich um eine Momentaufnahme handelt, da Tag für Tag fehlende Datensätze nachgeliefert werden.

procontra: Sie haben angekündigt, Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Ist das schon geschehen?

Bretzke: Auch dies ist nur eine Momentaufnahme. Wir haben nur diejenigen temporär rausgenommen, bei denen keine Daten vorhanden sind.

procontra: Rückblick 2017: Welche Produkte bzw. Fonds wurden am besten verkauft?

Bretzke: Hier liegen Mischfonds vorn, sodass sich der Trend aus dem Vorjahr fortgesetzt hat.

procontra: Ausblick 2018: Wie bewerten Sie die Auswirkungen von MiFID II auf den Vertrieb von Investmentprodukten?

Bretzke: Wir erwarten im Vertrieb keine gravierenden Auswirkungen, da die regulatorischen Vorgaben bei Produktlieferanten, Dienstleistern und Vermittlern eins zu eins umgesetzt werden und für den Kunden kein Hemmnis darstellen.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare