JDC gründet eigenes Blockchain-Labor

Digital Berater von Martin Thaler

Die JDC Gruppe startet in Liechtenstein ein eigenes Blockchain-Lab. Von der neuen Technologie verspricht sich das Finanzunternehmen niedrigere Kosten und kundenfreundlichere Produkte.

JDC-Chef Sebastian Grabmaier.

JDC-Chef Sebastian Grabmaier. Foto: JDC

Die Blockchain-Technolgie, die auch hinter der derzeit stark diskutierten Kryptowährung Bitcoin steckt, gilt auch in der Versicherungsbranche als Verheißung, beispielsweise in der Verbindung mit sogenannten „Smart Contracts“, also intelligenten Versicherungsverträgen.  

Nun will auch die JDC Group, Mutter des Maklerunternehmens Jung, DMS & Cie, sich stärker dieser Technologie zuwenden. So gab das Finanzunternehmen nun die Gründung eines Blockchain Labs bekannt. „Wir wollen die Stärken der Blockchain-Technologie zur Entwicklung von kundenorientierten Finanz- und Versicherungsprodukten nutzen und Privatkunden und Unternehmen intelligente Lebens-, Gesundheits- und Finanzentscheidungen erleichtern“, verkündete JDC die Gründung nun in einer Pressemitteilung. Als Vorteile der Technologie nennt JDC deren hohen Sicherheitsstandard, die niedrigen oder komplett entfallenden Transaktionskosten sowie die Möglichkeit, Daten intelligent zu verknüpfen.  

Die Leitung des Blockchain-Labs, das von der neu gegründeten Tochtergesellschaft JDC B-Lab GmbH in Liechtenstein betrieben werden soll, übernimmt Stefan Bachmann, der im Sommer von Google zum Finanzunternehmen gewechselt war. „Wir positionieren uns bewusst mit dem Fokus auf Blockchain-Technologie und fernab des Bitcoin-Hypes“, ließ dieser zur Gründung mitteilen.

„Mit unseren bereits vorhandenen IT-Lösungen, unserer modernen Infrastruktur zur Abwicklung von Finanztransaktionen und dem entstehenden Projektteam als Grundlage sind wir exzellent in der Wertschöpfungskette positioniert, um Smart Contracts und relevanter Produktgestaltung auf Basis der Blockchain-Technologie im Versicherungs- und Investmentbereich zum Durchbruch zu verhelfen.“  

Neben JDC haben auch andere Unternehmen die Blockchain-Technologie bereits für erste Produkte genutzt. So hat der französische Versicherer Axa mit „Fizzy“ im letzten Jahr eine Versicherung auf den Markt gebracht, mit der sich Fluggäste gegen Verspätungen absichern können. Der Verbraucher müsse sich im Schadensfall somit nicht mehr aufwendig um seine Schadensersatzansprüche kümmern, sondern würden automatisch durch den Smart Contracht entschädigt.

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