Höhere Haftungssummen für Makler

Berater von Martin Thaler

Turnusgemäß sind die Mindestversicherungssummen für Versicherungsmakler angepasst worden. Zumindest in diesem Punkt herrscht für Makler Gewissheit - entscheidende Verordnungen lassen indes weiter auf sich warten.

Kritisiert, dass entscheidende Verordnungen auf sich warten lassen: Rechtsanwalt Norman Wirth.

Kritisiert, dass entscheidende Verordnungen auf sich warten lassen: Rechtsanwalt Norman Wirth. Foto: procontra

An diesem Montag, den 15. Januar 2018, sind die Mindestversicherungssummen für Versicherungsmakler angestiegen. Das ist dem aktuellen Bundesanzeiger zu entnehmen, auf den Anwalt Norman Wirth hinweist.

Demnach liegt gemäß § 9 Absatz 2 der Versicherungsvermittlerverordnung die Haftungssumme für jeden Versicherungsfall bei 1.276.000 Euro, für alle Versicherungsfälle des Jahres bei 1.919.000 Euro. Beim einzelnen Versicherungsfall bedeutet dies ein Plus von 46.000 Euro, bei der Summe für alle Versicherungsfälle des Jahres sieht die Verordnung ein Plus von 69.000 Euro. Die Summen werden turnusgemäß alle fünf Jahre unter Berücksichtigung des europäischen Verbraucherpreisindexes angepasst.  

Anwalt Wirth kommentierte die Bekanntgabe mit Kritik – denn noch immer stehen die Neufassungen der Versicherungsvermittlerverordnung (hier liegt zumindest ein Entwurf vor) sowie der Finanzanlagenvermittlungsverordnung aus. „Zumindest funktionieren trotz der derzeitigen politischen Hängepartie die eingebauten, bürokratischen Automatismen noch. Jedoch: eine Änderung um 46.000 Euro hilft weder den Kunden noch der Finanzbranche über die derzeit bestehenden massiven rechtlichen Unsicherheiten“, so Wirth.

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