Generali senkt Verzinsung auf neuen Tiefstwert

LV-Check Top News von Martin Thaler

Im Frühjahr will die Generali das Neugeschäft einstellen - das merkt man bereits an der laufenden Verzinsung. Diese stellt branchenweit einen neuen Tiefstwert dar.

Die Generali hat ihre Überschussbeteiligung weiter gesenkt.

Die Generali hat ihre Überschussbeteiligung weiter gesenkt. Foto: dpa

Als letzter der sogenannten Big-Five, der fünf größten Lebensversicherer in Deutschland, hat nun die Generali ihre Überschussbeteiligung für 2018 bekannt gegeben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, senkte der Versicherer seine Überschussbeteiligung gegenüber dem Vorjahr deutlich – um 0,5 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent.  

Das ist der niedrigste Wert aller Lebensversicherer, die ihre Zahlen bislang offengelegt haben. Zwar mussten von den Top-5 auch die Ergo (von 2,25 auf 2,05) sowie die R+V (von 2,7 auf 2,6) ihre laufenden Verzinsungen senken, jedoch liegt bei ihnen die Überschussbeteiligung wesentlich höher. Von den Big-Five konnte somit nur Marktführer Allianz seine laufende Verzinsung konstant halten (2,8 Prozent).  

Auch die AachenMünchener, die ebenfalls zum Generali-Konzern gehört, senkte zum neuen Jahr die laufende Verzinsung, und zwar von 2,6 auf 2,3 Prozent.  

Die Generali Leben will im Frühjahr das Neugeschäft einstellen – demzufolge ist man auch nicht auf eine attraktive Verzinsung angewiesen, mit der man die Kunden zu überzeugen versucht. Im Gegensatz zur Ergo, die einen externen Run-Off mittlerweile ausgeschlossen hat, ist bei der Generali der Verkauf der Bestände an einen professionellen Abwickler immer noch eine Option.

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