Fairvesta wechselt den Besitzer

Sachwerte von Martin Thaler

2002 hatte Otmar Knoll den Fondsanbieter fairvesta gegründet - nun trennt sich der Tübinger von dem Unternehmen. Mit procontra verbindet das Unternehmen eine besondere Geschichte.

War viele Jahre das Gesicht von Fairvesta: Otmar Knoll.

War viele Jahre das Gesicht von Fairvesta: Otmar Knoll. Foto: procontra

Lange Zeit verband man mit dem Fondsanbieter Fairvesta den Namen Otmar Knoll – im Jahr 2002 gründete er den Anbieter von geschlossenen Immobilienfonds. Nun, 16 Jahre später, trennt sich Knoll von fairvesta – mit dem institutionellen Fonds „Activum SG Fund V“ wurde nun ein Käufer für das Tübinger Unternehmen präsentiert.  

Bei der ActivumSG Capital Management Ltd.  (ASG) handelt es sich nach eigenen Angaben um einen 2007 gegründeten Immobilienfondsmanager, der auf der zu Großbritannien gehörenden Kanalinsel Jersey beheimatet ist und sich auf die Märkte in Deutschland und Spanien spezialisiert hat. Derzeit verwaltet ASG nach eigenen Angaben fünf geschlossene Immobilienfonds. Über den Kaufpreis von Fairvesta, die eigenen Angaben zufolge derzeit Assets von 800 Millionen Euro under Management haben, wurde Stillschweigen zwischen beiden Parteien vereinbart.  

„Für mich und meine Frau ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, die fairvesta an den idealen Partner weiterzugeben und so die Zukunft für unser Lebenswerk zu sichern, erklärte Knoll in einer Pressemitteilung seinen operativen Rückzug aus dem Unternehmen. Dieses wird aber auch nach der Übernahme fortbestehen und „unabhängig mit einem eigenständigen Managementteam am Markt agieren“, wie es weiter heißt.  

Aktuell verwaltet Fairvesta 14 Immobilienfonds für rund 18.000 Privatanleger aus Europa. Das Portfolio besteht dabei aus rund 150 Gebäuden, hauptsächlich Büro- und Einzelhandelsimmobilien in deutschen Städten.  

Die Fairvesta Gruppe und procontra verbindet eine gemeinsame Geschichte. Nachdem procontra kritisch über problematische personelle Verflechtungen und generelle Fragen hinsichtlich des Geschäftsmodells berichtet. Fairvesta zog daraufhin gegen den Alsterspree Verlag, Herausgeber von procontra, vor Gericht, um gegen 23 Äußerungen auf der procontra-Webseite (inklusive Leserkommentaren) vorzugehen. Im April 2015 wies das OLG Frankfurt/Main die Klage ab.

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