Bürgerversicherung: Petition fordert Erhalt von PKV und GKV

Versicherungen von Michael Fiedler

Um gegen die Einführung einer Bürgerversicherung zu kämpfen, haben Betriebsräte von PKV-Anbietern eine Petition gestartet. Welche Argumente ins Feld geführt werden, wie hoch die Zahl der Unterstützer ist und warum die Kampagne nicht jeden überzeugt.

Einheitskasse Bürgerversicherung PKV GKV

So warnt ein Video einer PKV-Betriebsratsinitiative vor der Bürgerversicherung. Bild: Screenshot Youtube

Die Debatte um die SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung hat auch Betriebsräte der Privaten Krankenversicherer auf den Plan gerufen. Eines der Hauptargumente der Initiative ist der mögliche Wegfall von Arbeitsplätzen, sollte die Private Krankenversicherung abgeschafft werden.

Die Initiative der PKV-Betriebsräte argumentiert aber auch mit verminderten Einkommen für Leistungserbringer wie Ärzte oder Hebammen und startete eine Petition auf dem Portal change.org, die sich an Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Christian Lindner (FDP) richtet. Bisher haben knapp 17.000 Personen die Petition unterstützt

Video: PKV und GKV gemeinsam

Die Initiative der PKV-Betriebsräte ließ auch einen Videofilm produzieren, der ihre wichtigsten Argumente zusammenfasst.

PKV hat Potenzial für Rationalisierung

Doch nicht jeder Zuschauer des Films konnte sich dafür begeistern. Beispielhaft sei der Nutzer Harald Weinberg erwähnt, der das Arbeitsplatz-Argument der PKV-Betriebsräte nicht gelten lassen wollte: „Denn wenn in der GKV rund 60 Millionen Versicherte von rund 115 Versicherungen von etwa 150.000 Beschäftigten verwaltet werden können, in der PKV aber die ca. 9 Mio. Versicherten von 75.000 Beschäftigten verwaltet werden, dann offenbart das ein gewaltiges Rationalisierungspotenzial, das auch dann zum Tragen kommen wird, wenn der duale Versicherungsmarkt bleiben würde“ kommentierte er unter dem Video auf Youtube.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare