Versicherung im Web: Wie sieht der Nutzer, was ihn interessiert?

Versicherungen Digital von Michael Fiedler

Relevanz ist Trumpf. Wie schaffen es Versicherer, dass Nutzer das zu sehen bekommen, was sie wollen und brauchen? Die AMC-Studie „Die Assekuranz im Internet 2017“ gibt darüber Auskunft.

Versicherung Website Internet AMC Best of Insurance

Vom AMC für die Website ausgezeichnet (v.l.n.r.): Hubert Scheffler (DEVK), Henning Meyer und Ulrike Oestreich (SV Sachsen), Kai Keiork (VKB), Jakob Muziol (ARAG), Martin Goyne (R+V), Silke Hohmann (Allianz), Katrin Heppekausen (ERGO), Manuel Konze (DKV), Eva Bednarski (Zurich), Ulrike Brams-Ruckdeschel (Die Bayerische), Armin Tollmann (ERGO Direkt), Stefan Raake (AMC). Foto: AMC Finanzmarkt GmbH 2017

Zum 21. Mal hat der AMC die Internetauftritte deutscher Versicherungen untersucht. Zwischen August und Oktober 2017 wurden 126 Websites analysiert – fünf mehr als im Vorjahr. Auch bei den geprüften Bereichen gab es leichten Zuwachs. Die sechs im letzten Jahr geprüften Hauptbereiche (Unternehmenspräsentation, Leistungsspektrum, Beratungsleistung, Vertrieb, Service und Präsentation) wurden um den Prüfbereich „Dialog & Kontakt“ erweitert. Wie auch bei den anderen Bereichen wurden dann rund 90 Unterkriterien pro Website untersucht. Studienleiterin Désirée Schubert dazu gegenüber procontra: „Bei der Veränderung der Kriterien haben wir in diesem Jahr vor allem darauf geschaut, wie umfassend und präsent die Kontakt-Optionen auf den Websites der Versicherer waren. So bieten etwa 30 Prozent der Versicherer aktuell einen Live-Chat; Support und Hilfe-Foren sind zu finden ebenso wie Mitmach-Plattformen, aber auch erste Video-Live-Beratungen.“ Beispielhaft nennt Schubert den Arag-Denkraum und Melanie, die virtuelle Versicherungsexpertin der Hannoverschen.

Relevanz ist wichtiger geworden

In dieser Auflage der Studie sei zudem zu beobachten gewesen, dass das Thema „Relevanz“ für Versicherer wichtiger geworden ist, berichtet Schubert gegenüber procontra. Was also tun Versicherer, damit Nutzer auch wirklich das zu sehen bekommen, was sie wollen und brauchen? „Themen- und oder Bedarfsfilter helfen dabei“, so Schubert. „Aber auch Microsites zum Beispiel für junge Leute inklusive Produktwelt und hilfreichen Informationen.“ Wie bedarfsgerechter Aufbau von Produktinformationen aussehen kann, zeigt ein Beispiel der R+V Versicherung. „Hier können Nutzer im Bereich der Risiko-Unfallversicherung entscheiden, welche Informationsdichte gerade am besten passt“, hebt Schubert hervor.

23 Sieger

Insgesamt erreichten 23 Websites (18 Prozent der untersuchten Seiten) in diesem Jahr über 90 Prozent der angesetzten Kriterien.

  • Allianz
  • ARAG
  • AXA
  • Barmenia
  • CosmosDirekt
  • DEVK
  • Die Bayerische
  • DKV
  • ERGO
  • ERGO Direkt
  • Hannoversche
  • HDI
  • HUK-Coburg
  • Nürnberger
  • Öffentliche Versicherung Bremen
  • Öffentliche Braunschweig
  • Öffentliche Oldenburg
  • R+V
  • SV Sachsen
  • Sparkassenversicherung
  • Versicherungskammer Bayern
  • VGH Versicherungen
  • Zurich

Die vollständige Studie kann über den AMC bestellt werden.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare