Platzierungsgebühr statt Provision?

Investmentfonds von Michael Fiedler

Vermittlung ohne Provision: Wie sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Zukunft von Vergütung vorstellt.

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Platzierungsgebühren könnten ein Weg zur Finanzierung von Vergleichsportalen sein, meint Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzmarkt bei Verbraucherzentrale Bundesverband. Bild: vzbv

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert schon seit langem die Abkehr vom provisionsbasierten Vertrieb. Auch, wenn sich die Diskussion aktuell an der MiFID-Umsetzung entzündet, argumentieren die Verbraucherschützer auch gegen provisionsbasierten Vertrieb im Versicherungsbereich. Dass ein Courtageverbot gegen Artikel 12 des Grundgesetzes verstoßen würde, hatte Prof. Dr. Schwintowski im Rahmen der IDD-Umsetzungsdebatte in einem Rechtsgutachten herausgearbeitet. Die Kritik, die Christian Ahlers aus dem Team Finanzmarkt, im Zuge der MiFID II-Umsetzung äußert, trifft im Kern auch auf den Versicherungsbereich zu.

Auf die Nachfrage von Franke-Media, wie sich denn Vergleichsportale finanzieren sollten, antwortete Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzmarkt beim vzbv:

Auf procontra-Nachfrage erläuterte Mohn, was unter „Platzierungsgebühr” zu verstehen sei. Gemeint ist eine „Gebühr, die ein Anbieter eines Produktes dafür zahlen muss, um auf der Vergleichs-Website aufgeführt zu werden/im Ranking aufgenommen zu sein.“ Um Interessenkonflikte auszuschließen, müsse diese Gebühr für alle Produktanbieter gleich hoch sein, so Mohn. „Dies schließt umsatzabhängige Finanzierung über Provisionen und Affiliate Marketing aus.“

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