Online-Versicherer sammelt Millionen

Digital von Martin Thaler

Das amerikanische StartUp Lemonade will mit dem Geld weltweit expandieren. Derweil setzt auch die Allianz auf Expansion und nimmt die Entwicklungsländer ins Visier.

Der Versicherer "Lemonade" hat bei Investoren insgesamt 120 Millionen Dollar eingesammelt.

Der Versicherer "Lemonade" hat bei Investoren insgesamt 120 Millionen Dollar eingesammelt. Foto: 3dman_eu - Pixabay.de

Kommt das amerikanische Versicherungs-StartUp-Lemonade in naher Zukunft nach Deutschland? Dieses Szenario ist nun um einiges wahrscheinlicher geworden. Wie diverse amerikanische Medien berichten, hat der New Yorker Versicherer, der mittlerweile in 25 amerikanischen Bundesstaaten Hausrats- und Wohngebäudeversicherung digital vertreibt, in einer Finanzierungsrunde insgesamt 120 Millionen US-Dollar eingesammelt.  

Zu den Investoren gehören neben der japanischen Softbank auch die bisherigen Investoren, unter ihnen Google Ventures und die Allianz, die sich im April erstmals an dem Unternehmen beteiligt hatte. Das eingesammelte Geld will der Versicherer dafür verwenden, um seine weltweite Expansion voranzutreiben, heißt es.  

Lemonade hat sich nichts Geringeres auf die Fahnen geschrieben, als die Versicherung neu zu erfinden. Der Online-Versicherer, bei dem Verträge mittels App und Online-Unterschrift abgeschlossen werden können, setzt unter anderem darauf, Prämien der Kunden, die nicht für die Begleichung von Schäden genutzt werden, für gute Zwecke zu spenden. Ein Geschäftsmodell, das auch in Deutschland mittlerweile Nachahmer gefunden hat.  

Allianz investiert in Bima

Auf Technologie will auch ein weiteres StartUp setzen, an dem sich nun die Allianz X, die digitale Investment-Einheit der Allianz beteiligte. Bima heißt dieses und ist ein digitaler Mikroversicherungsanbieter, der seinen Geschäftspunkt in den sogenannten Entwicklungs- bzw. Schwellenländern hat.  

„Unser Investment in Bima unterstreicht das Bekenntnis der Allianz zur Digitalisierung, unterstützt die Wachstumsstrategie der Allianz Gruppe in aufstrebenden Märkten und erlaubt uns die sogenannte nächste Milliarde Kunden zu bedienen,“ sagt Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Insgesamt 96,6 Millionen Euro werden die Münchener investieren.  

Seit 2010 ist das schwedische Unternehmen am Markt und mittlerweile in 14 Ländern in Asien, Afrika und Südamerika aktiv. 24 Millionen sind derzeit registriert. Das formulierte Ziel fällt allerdings deutlich ehrgeiziger aus: Eine Milliarde Kunden sollen es einmal werden. Diese können die angebotenen Mikrokrankenversicherungen mittels Smartphone abschließen sowie mittels ihrer Telefone auch die anfallenden Prämien bezahlen.

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