Ärger bei Lloyd Fonds: Der Chef muss gehen

Sachwerte von Florian Burghardt

Wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten will sich der Hamburger Investment- und Assetmanagers Lloyd Fonds von seinem langjährigen Chef, Dr. Torsten Teichert, trennen. Doch sein Weggang wird für das Unternehmen nicht billig.

Nach über 15 Jahren an der Spitze von Lloyd Fonds soll der schnelle Abschied folgen: Dr. Torsten Teichert.

Nach über 15 Jahren an der Spitze von Lloyd Fonds soll der schnelle Abschied folgen: Dr. Torsten Teichert. Bild: Lloyd Fonds AG

Es gibt Ärger beim Investment- und Assetmanager Lloyd Fonds AG. In der Folge wird es allem Anschein nach zum Weggang des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Torsten Teichert (60) kommen. Wie das Hamburger Unternehmen nun mitteilte, habe dessen Aufsichtsrat beschlossen, Verhandlungen über eine vorzeitige Vertragsbeendigung mit Teichert aufzunehmen.

Als Hintergründe für das entstandene Missverhältnis werden unter anderem Meinungsverschiedenheiten zu operativen und strategischen Fragestellungen genannt. Dies erscheint von außen betrachtet überraschend, da Teicherts Vertrag erst im Sommer bis zum 30.06.2019 verlängert wurde. Seit 2001 ist er Vorstandschef bei Lloyd Fonds.

Nun wird allerdings von beiden Seiten eine schnelle Aufhebung des Kontrakts bereits zum 31.12.2017 angestrebt. Das hat seinen Preis. Wie Lloyd Fonds weiter mitteilt, wird die Vertragsaufhebung das Geschäftsergebnis 2017 im mittleren bis oberen sechsstelligen Bereich belasten. Das bereits kommunizierte Ergebnis von rund zwei Millionen Euro werde deshalb voraussichtlich nicht erreicht werden, wurde seitens des Unternehmens erklärt.  

Aller Wahrscheinlichkeit nach im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen in der Chefetage hat der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Thomas Duhnkrack erklärt, sein Mandat niederzulegen. Teicherts Aufgaben sollen nach seinem Ausscheiden von Klaus M. Pinter übernommen werden, der seit August dem Vorstand von Lloyd Fonds angehört. 

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