PKV-Joint-Venture darf Leistungsspektrum erweitern

Versicherungen von Martin Thaler

Bisher durfte das Unternehmen LM+ ausschließlich im Bereich der psychsichen Erkrankungen tätig werden. Nun erteilte das Bundeskartellamt auch die Erlaubnis, in zwei weiteren Bereichen tätig zu werden.

Das Unternehmen LM+ darf nun auch in weiteren Bereichen aktiv werden.

Das Unternehmen LM+ darf nun auch in weiteren Bereichen aktiv werden.

Die LM+ Leistungsmanagement GmbH, ein Zusammenschluss der vier Krankenversicherer Barmenia, Gothaer, Hallesche und Signal Iduna, darf seine Geschäftstätigkeit auf die Bereiche Orthopädie und Palliativversorgung ausweiten. Das Bundeskartellamt habe hierzu sein Einverständnis erklärt, berichtet das Unternehmen. Zuvor war das Joint-Venture auf den Bereich psychische Erkrankungen beschränkt gewesen.

Die vier in der LM+ zusammengeschlossenen PKV-Anbieter verfolgen mit ihrer Kooperation das Ziel, mit vereinigter Marktmacht Verhandlungen mit Leistungserbringern, Pharmaunternehmen, Apotheken und anderen Dienstleistern führen zu können. Hierdurch solle die Versorgung der Patienten verbessert werden sowie sich hierdurch ergebene Kosteneinsparungen an diese weitergegeben werden.  

„Heute können wir bereits auf Kooperationsverträge mit mehreren Online-Therapieanbietern und dem größten flächendeckenden Anbieter für die vernetzte ambulante Versorgung von psychisch kranken Menschen, der IVPNetworks GmbH, zurückgreifen. Der Prozess der Patienteneinsteuerung mit den Asklepios-Kliniken wurde überarbeitet, so dass LM+ nun im Krankheitsbild Psyche sektorübergreifende Versorgungslösungen anbieten kann“, fasste Thomas Soltau die bisherige Tätigkeit des Unternehmens zusammen.  

Dies soll nun auch in den Bereichen Orthopädie und Palliativversorgung geschehen. Im Bereich Orthopädie sollen in erster Linie unnötige Operationen verhindert werden, indem den Patienten Zweitmeinungsverfahren angeboten werden.  

Im Bereich der Palliativversorgung soll das Angebot an Beratungsleistungen erweitert werden, beispielsweise im Bezug auf mögliche Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung). So solle eine stärker am Bedarf der Versicherten ausgerichtete Versorgung ermöglicht werden.

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