Große Koalition: Kommt das Aus für die PKV?

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Sollte es erneut zu einer GroKo kommen, will die SPD nicht nur Spielball der Union sein. Als mögliche Bedingung fordern die Sozialdemokraten die Einführung einer Bürgerversicherung. Gegner des Modells sprechen vom Hantieren mit sozialem Sprengstoff.

Eine Große Koalition aus SPD und Union würde voraussichtlich auch wieder eine Kanzlerin Angela Merkel bedeuten. Doch damit es dazu kommt, wollen die Sozialdemokraten um Martin Schulz auch eigene Interessen durchgesetzt sehen. Ein Punkt könnte die Einführu

Eine Große Koalition aus SPD und Union würde voraussichtlich auch wieder eine Kanzlerin Angela Merkel bedeuten. Doch damit es dazu kommt, wollen die Sozialdemokraten um Martin Schulz auch eigene Interessen durchgesetzt sehen. Ein Punkt könnte die Einführung einer Bürgerversicherung sein. Bild: Pixabay

Eine Jamaika-Koalition zwischen CDU/CSU, Grünen und FDP ist nach dem Abbruch der Gespräche in weite Ferne gerückt. Nun wollen Union und SPD über eine erneute Große Koalition verhandeln. Die Sozialdemokraten wollen sich dabei aber nicht nur als Notnagel sehen, sondern ihre Interessen durchsetzen.

Dazu zählt auch eine Bürgerversicherung, in die alle Bürger einen festen Beitragssatz einzahlen und dafür einheitliche Leistungen erhalten. Diese brachte nun, noch vor Beginn der Sondierungsgespräche, der SPD-Vizefraktionsvorsitzende und Gesundheitsexperte der Partei, Professor Dr. Karl Lauterbach, in Stellung. „Es ist klar, dass es in Deutschland Altersarmut, Zweiklassenmedizin, ungerechte Bildungschancen und Wohnverhältnisse gibt. Wir werden sehen, ob die Union bereit ist, sich in Richtung eines gerechteren Landes zu bewegen“, sagte Lauterbach der Welt am Sonntag.

Lauterbach spricht dabei die Bürgerversicherung nicht direkt an. Es herrscht aber Einigkeit, wie seine Aussage zu deuten ist. Noch etwas deutlicher wird der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer gegenüber dem Blatt: „Unser Rentenkonzept gilt, wir brauchen die Bürgerversicherung und einen beherzten Schritt in Richtung einer europäischen Sozialunion. Wenn die Union hier nicht einschwenkt, können wir uns jedes weitere Gespräch sparen.“

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