Dreist fingiert: 2 Kfz-Betrüger gehen ins Netz

Panorama von Florian Burghardt

Unabhängig voneinander müssen sich in Kiel und Heidelberg aktuell zwei Männer für ihre Taten verantworten. In dutzenden Fällen sollen sie Kfz-Schäden fingiert und damit Versicherer jeweils sechsstellig abkassiert haben.

Unabhängig voneinander werden aktuell zwei mutmaßliche Kfz-Versicherungsbetrüger für ihre Taten zur Verantwortung gezogen.

Unabhängig voneinander werden aktuell zwei mutmaßliche Kfz-Versicherungsbetrüger für ihre Taten zur Verantwortung gezogen. Bild: Alexas_Fotos/Pixabay

Augen auf im Straßenverkehr, heißt es so schön. Vor allem, weil sich dort neben Temposündern und Sonntagsfahrern auch einige hinterlistige Betrüger tummeln. Ein mutmaßlich besonders dreister Vertreter dieser Art muss sich ab heute vor dem Kieler Amtsgericht verantworten.

Dem 31-Jährigen wird vorgeworfen, in Kiel und Umgebung günstige Verkehrssituationen und das Fahrverhalten anderer Autofahrer ausgenutzt zu haben und dann absichtlich in deren Wagen gefahren zu sein. Daraufhin soll er die anderen Fahrer, wie es in einer dpa-Meldung heißt, wahrheitswidrig als Unfallverursacher beschuldigt und von ihren Kfz-Versicherern Schadenersatz und Schmerzensgeld gefordert haben. In der Zeit von Juli 2010 bis Juli 2014 soll der Mann auf diesem Wege mit 60 getürkten Vorfällen mindestens 100.000 Euro abgezockt haben.

Für die erzwungenen Unfälle soll er sowohl sein eigenes Auto als auch die Fahrzeuge von Verwandten und Bekannten verwendet haben. Der Prozessauftakt sei erst jetzt geplant, weil der Mann sich zuvor zwei Mal wegen Krankheit entschuldigen ließ.

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