Versicherungsrecht: „Nichts haftet so gut wie ein Makler“

Berater Recht & Haftung von Michael Fiedler

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung und dem Krankentagegeld kommt es immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen. Auf dem 2. Recht-Symposium in Frankfurt geben zwei Richter Einblick in ihre Arbeit und zeigen, worauf es ankommt.

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"Nichts haftet so gut wie ein Makler", so Richter Spuhl auf dem 1. Recht-Symposium. Bild: PremiumCircle

Liegt Berufsunfähigkeit vor, zahlen Krankentagegeldversicherungen nicht mehr. Nur, wann liegt eigentlich bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit vor? Eine Frage, mit der sich das OLG Koblenz im Frühjahr auseinandersetzte und letztlich den Versicherer zu Nachzahlungen verurteilte. Solche Urteile zu kennen, hilft Versicherungsvermittlern, einzuschätzen, wie Formulierungen in den Bedingungen auszulegen sind und auf welche Feinheiten geachtet werden sollte.

Am 07.11.2017 widmet sich das 2. Recht-Symposium in Frankfurt am Main ganztägig solchen Rechtsfragen. Schwerpunkt sind Berufsunfähigkeits- und Krankentagegeldversicherung. Wie bereits auf dem 1. Recht-Symposium werden die beiden Richter Dr. Sven Marlow und Udo Spuhl (Vorsitzende Richter des LG Berlin, Versicherungskammer) referieren und Fragen der Teilnehmer beantworten. Geplante Themenschwerpunkte sind:

  • Beratungs- Belehrungs- und Anzeigepflichten beim Vertragsabschluss
  • Datenerhebung, Fälligkeit und Mitwirkungsobliegenheiten
  • Nachweis- und Feststellungsprozess des Berufsunfähigkeitsgrades
  • Auswirkung von Verweisungs- und Umorganisationsklauseln
  • Abgrenzung zwischen BU und Krankentagegeldversicherung
  • Unwirksamkeit wegen intransparenter MBKT

Die Veranstaltung richtet sich inhaltlich gleichermaßen an Versicherungsvermittler, Versicherer und Fachanwälte (wird als Fortbildungsseminar im Versicherungsrecht gemäß § 15 FAO anerkannt).

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